22. Oktober 2021 - 14:34 / Aktuell 

Bis zu 10 Millionen Euro werden an Kulturbetriebe ausgeschüttet, die trotz Inanspruchnahme aller Corona-Maßnahmen noch in existenziellen Schwierigkeiten stecken.

Das österreichische Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport hat seine Notfall-Strukturförderung zum Erhalt der Vielfalt im Kulturbetrieb erneut ausgeschrieben. Vergeben werden Sonderförderungen von bis zu 50.000 Euro pro antragstellender Kultureinrichtung oder künstlerisch tätiger Einzelperson, die aufgrund der Pandemie und trotz Inanspruchnahme aller anderen Hilfsangebote der Regierung nach wie vor in wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist. Anträge sind ab sofort und bis 19. November möglich. Der Sonderfördertopf ist mit insgesamt 10 Millionen Euro dotiert.

Die Sonderförderungen zur Struktursicherung in Kunst und Kultur des Ministeriums basieren auf dem extra dafür geschaffenen § 2a des Kunstförderungsgesetzes, der Ende 2020 im Nationalrat beschlossen wurde. Antragsberechtigt sind Selbständige sowie kleine und mittlere Unternehmen, deren Einnahmen zu mindestens 50 Prozent im Bereich Kunst und Kultur erzielt werden und die in ihrer ordentlichen Geschäftstätigkeit von erheblichen durch Covid-19 verursachten Einnahmenentfällen betroffen sind. Die förderbaren Kosten umfassen Personal- und Sachkosten, die für die Aufrechterhaltung der Betriebs- und Geschäftstätigkeit und damit für die Fortführung der künstlerischen bzw. kulturellen Tätigkeit notwendigerweise und nachweislich anfallen. Antragsteller, die bereits während der ersten Antragsphase von 19. Juli bis 31. August einen Antrag gestellt haben, sind in der zweiten Phase nicht erneut antragsberechtigt. Die Vergabe der Förderungen erfolgt wie üblich auf Basis von Empfehlungen eines unabhängigen Beirats.

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