Netzwerke – Oskar Kokoschka und Egon Schiele

Die Gegenüberstellung der Werke von Oskar Kokoschka (1886–1980) und Egon Schiele (1890–1918) bereichert, überrascht, fasziniert und schärft den Blick auf die Entwicklung des Expressionismus in Österreich. Die beiden waren Künstlerkollegen und selbstverständlich auch Konkurrenten in einem engen, überschaubaren Umfeld. Es handelte sich jedoch nicht um eine offene, direkte Rivalität zu Lebzeiten der Künstler.

Vielmehr sehen wir in der Gegenüberstellung des künstlerischen Werks und der Biografien einen Wettlauf auf Distanz. Frühe Ausstellungserfahrungen, die Suche nach Anerkennung und Erfolg, erste Kritiken, das Unverständnis gegenüber ihrer radikalen Kunstsprache, die Unterstützung durch Mentor:innen, aber auch finanzielle Engpässe – all dies erscheint wie ein Paarlauf der zwei international wichtigsten Künstlerpersönlichkeiten der Moderne. Während Schiele den Kontakt zu Kokoschka suchte, grenzte sich dieser ab. Die ablehnende Antwort Kokoschkas auf Schieles Einladung zur Teilnahme an der 49. Ausstellung der Secession ist das bislang einzige bekannte Schreiben an seinen jüngeren Kollegen. Auch in seinen zahlreichen anderen Briefen – etwa an die Familie, an Freund:innen, Galerist:innen oder Sammler:innen – findet Schiele über viele Jahre hinweg keine Erwähnung. Das sollte sich erst in den 1940er-Jahren ändern.

Zu den wichtigen künstlerischen Netzwerken der damaligen Zeit, die aus Kunstsalons und Galerien, dem Kunstfeuilleton und privaten Sammler:innen bestanden, zählten auch Vereinigungen und Verlage wie jener von Richard Lányi. Eine maßgebliche Rolle bei der Förderung der Moderne spielte unter anderem der 1908 gegründete Akademische Verband für Literatur und Musik in Wien. In der Zusammenschau von Kokoschkas und Schieles Werken mit Arbeiten von Kollegen wie Gustav Klimt, Max Oppenheimer, Erwin Lang oder Rudolf Kalvach werden wichtige Ausstellungen der 1910er-Jahre sowie die umfassenden Netzwerke der beiden bedeutenden Expressionisten näher beleuchtet.

Oskar Kokoschka und Egon Schiele, zwei wahre Ausnahmekünstler, wurden nur 80 Kilometer voneinander entfernt in Pöchlarn beziehungsweise Tulln geboren. Beide studierten in Wien: Kokoschka an der Kunstgewerbeschule und Schiele an der Akademie. Ihr Ausstellungsdebüt feierten sie 1908: Kokoschkas Beitrag zur „Kunstschau“ verursachte einen veritablen Skandal und machte ihn schlagartig bekannt. Ein Jahr später traten sie bei der „Internationalen Kunstschau“ erstmals gemeinsam auf. In den darauffolgenden Jahren sorgten beide vielfach für Provokationen: Die Bilder der beiden herausragenden Vertreter des österreichischen Expressionismus unterschieden sich in Ausdruck und Formensprache radikal vom damals vorherrschenden Jugendstil. Ein prägnantes Beispiel hierfür sind ihre Selbstbildnisse von 1910: Schiele präsentiert sich darin in Selbstinszenierung und experimentiert mit exaltierter Gestik und Mimik, während Kokoschka als kahlköpfiger Outlaw und Frauenmörder dargestellt ist. Schiele, dem die Vernetzung mit anderen Künstler:innen wichtig war, verfolgte Kokoschkas Lebensweg mit Interesse. Er besaß Werke des vier Jahre älteren Künstlers, dessen radikale Kunst er verehrte, und lud ihn zu Ausstellungen ein. Der Versuch einer Annäherung blieb jedoch einseitig. Stets die Distanz zu anderen bildenden Künstler:innen wahren, insbesondere wenn sie als mögliche Konkurrenz erschienen, war Kokoschkas Strategie. Er vermied jeglichen Kontakt zu Schiele, der 1918 im Alter von nur 28 Jahren starb.

Neben den radikalen, oft schonungslosen Porträts und Selbstbildnissen sind es die figurativen Darstellungen – vor allem die Aktbilder –, die in Kokoschkas und Schieles Œuvre einen zentralen Stellenwert einnehmen. Bei aller Gleichzeitigkeit und ähnlichen Voraussetzungen – vom Einfluss Gustav Klimts über den zeitgenössischen Ausdruckstanz bis hin zur Pantomime – gingen die beiden Künstler bei ihren Körperbildern sehr unterschiedliche Wege. Schiele widmete sich vorwiegend dem weiblichen und in nicht zu unterschätzendem Umfang auch dem männlichen Akt. Viele dieser Werke beeindrucken durch ihre große Expressivität, exaltierte Körperhaltungen, eine ins Extreme getriebene formale Reduktion und eine spürbare Verspannung im Bildraum. Akte spielen auch im Frühwerk Kokoschkas – und später, nach 1918, in Dresden – eine bedeutende Rolle. Hier dominieren zunächst knochig-dünne Modelle sowie kaum vorhandene oder fehlende Binnenzeichnungen. Schonungslos werden das Anschauen und das Gesehen-Werden ebenso wie die sozialen Bruchlinien zwischen dem Künstler, seinen Modellen – oft Kinder aus den ärmsten Verhältnissen – und den Betrachtenden offenbart.

Der Lebensweg, die künstlerische Entwicklung und der Erfolg von Oskar Kokoschka und Egon Schiele sind maßgeblich durch ihre Netzwerke geprägt. Der Kunstkritiker und Schriftsteller Arthur Roessler gilt als Entdecker und Mentor Schieles. Zudem war er dessen publizistisches Sprachrohr und Sammler. Als Kunstreferent der „Arbeiter-Zeitung“ prägte er die Wiener Kunstkritik maßgeblich, förderte Schiele gezielt und übte zugleich teils scharfe Kritik an Kokoschka. In gleicher Weise konnte der junge „Oberwildling“ Kokoschka auf Unterstützung vertrauen. Sein väterlicher Freund und Förderer Adolf Loos verschaffte ihm zahlreiche Aufträge, sammelte seine Bilder und nutzte seine Kontakte, wann immer es nötig war. Über ihn und Karl Kraus kam auch die Verbindung zum Berliner Verleger Herwarth Walden zustande, dessen Avantgarde-Zeitschrift Der Sturm Kokoschka eine publizistische Plattform bot. Hier lernte Kokoschka auch den Kritiker Paul Westheim kennen, der 1918 seine erste Monografie verfasste. Durch prägende Persönlichkeiten, Sammler:innen und Vertraute wie Lotte Franzos (für Kokoschka) oder Broncia Koller-Pinell (für Schiele), die beide offene Häuser und Salons führten, konnten die Künstler:innen neue, wichtige Beziehungen knüpfen und Projekte realisieren. Zu ihren bedeutendsten gemeinsamen Sammlern zählte Franz Hauer, der aus bescheidenen Verhältnissen stammte, mit seiner legendären Wiener Gaststätte Griechenbeisl zu Wohlstand kam und sich den modernsten Strömungen seiner Zeit zuwandte.

Mit seinem Geschäft in der Wiener Kärntner Straße hatte der Buchhändler, Verleger und Kunstmäzen Richard Lányi einen lebendigen und spannenden Ort geschaffen. Um junge Künstler:innen zu unterstützen, stellte er in seiner Buchhandlung regelmäßig Zeichnungen und Aquarelle aus und kaufte Werke an. Er war auch eng mit Kokoschka und Schiele verbunden. In seinem 1917 gegründeten Verlag erschien noch im selben Jahr die Mappe „Egon Schiele: Zeichnungen“. Die zwölf Arbeiten wurden in einer Auflage von 400 Stück im Lichtdruckverfahren unter der Aufsicht des Künstlers gedruckt. Vier Jahre später kamen unter dem Titel „Oskar KokAusstellungsdateoschka. Variationen über ein Thema” zehn Porträtstudien von Camilla Swoboda heraus, die Kokoschka anlässlich eines Hausmusikkonzerts geschaffen hatte. Die Mappe mit einem Vorwort von Max Dvořák erschien in deutscher, englischer und italienischer Sprache. Neben zahlreichen Postkarten von Schieles und Kokoschkas Arbeiten publizierte Lányi 1918 Arthur Roesslers Sammelband „Kritische Fragmente”. Dieser enthielt Aufsätze über österreichische Neukünstler, darunter Beiträge zu Schiele und Kokoschka. Drei Jahre später erschien im Verlag auch Roesslers Buch „In memoriam Egon Schiele”.

Ausstellungen als Mittel und Medium zur Vernetzung, Positionierung, Öffentlichkeitsarbeit und Vermarktung waren und sind in der Kunstwelt unerlässlich. So zählt die „Kunstschau” von 1908 rund um Gustav Klimt und Josef Hoffmann bis heute zu den bahnbrechendsten Ereignissen der Wiener Moderne. Oskar Kokoschkas Ausstellungsdebüt wurde zum Eklat – das Enfant terrible war geboren. Auch im darauffolgenden Jahr, bei der „Internationalen Kunstschau“, stand der Künstler mit der Uraufführung seines expressionistischen Theaterstücks „Mörder, Hoffnung der Frauen“ im Zentrum der Berichterstattung. Einen markanten Anteil daran hatten seine Plakate: Das „wie mit einem Besenstiel gezeichnete“ Mädchen „empörte“ Kritik und Publikum, ebenso das „Schlächterplakat“, das auf die christliche Ikonografie zurückgreift. Einen weiteren Höhepunkt bildete im Jahr 1910 seine Ecce-Homo-Darstellung im Sturm-Plakat, in dem sich Kokoschka als Opfer der Kunstkritik stilisierte. Auch Egon Schiele, in dessen Werk spirituell-religiös aufgeladene Selbstporträts eine wichtige Rolle spielen, positionierte sich im Plakat für seine Einzelausstellung in der Galerie Arnot im Jahr 1915 als Märtyrer. Ein gänzlich anderes Selbstbild zeigt sich in seinem Plakat für die 49. Ausstellung der Secession: Als Kurator der Ausstellung nimmt er den Kopf der Tafel ein und beansprucht die Rolle als Klimt-Nachfolger für sich. Die Einladung zur Teilnahme an der Ausstellung lehnte Kokoschka, der zu diesem Zeitpunkt bereits internationale Erfolge feierte, „in kühlster Höflichkeit“ ab.

Die künstlerische Nähe der frühen Arbeiten von Rudolf Kalvach (1883–1932) und Oskar Kokoschka ist frappant. Ihr gemeinsamer Lehrer an der Wiener Kunstgewerbeschule, Carl Otto Czeschka, trennte die beiden voneinander. Zahlreiche Motive und formale Charakteristika weisen Querverbindungen auf; da beide künstlerisch auf der Suche waren, muss offenbleiben, wer wen „kopierte“. Neben den Plakaten für die Kunstschau, die ein kniendes Mädchen zeigen, sind die Parallelen in Kalvachs „Indischem Märchen“ und Kokoschkas „Die träumenden Knaben“ mehr als deutlich. Aus Farbflächen gebildete paradiesische Landschaften sind von exotischem Getier und nackten, kantigen Figuren bevölkert. Gemeinsame Vorbilder und Inspirationsquellen – wie die Arbeiten ihrer Lehrer, aber auch der Ausdruckstanz dieser Zeit – sind unübersehbar. Wie Kokoschka arbeitete auch Kalvach während seines Studiums für die Wiener Werkstätte. Neben den Postkartenserien entstanden seine berühmten, ironisch-heiteren Bilderbögen. Erst nach der Kunstschau gingen die beiden jungen Künstler eigene Wege. Als Mitglied der 1909 von Egon Schiele gegründeten Neukunstgruppe stellte Kalvach noch im gleichen Jahr im Salon Pisko und 1910 im Klub Deutscher Künstlerinnen in Prag aus.

Wie Kokoschka auf Künstler reagierte, die ihm in direkter Auseinandersetzung als ernstzunehmende Konkurrenz erschienen, zeigt das Beispiel Max Oppenheimers (1885–1954). Durch dessen Ausstellungsdebüt in Deutschland im Jahr 1911 in der Münchner Modernen Galerie fühlte sich Kokoschka ernsthaft bedroht und startete mithilfe seines breiten Netzwerks einen gezielten Verleumdungsfeldzug. Noch kurz zuvor waren die beiden, die sich seit der „Kunstschau” kannten, freundschaftlich miteinander verbunden, wie Briefe und ein gemeinsames Foto belegen. Kokoschka hatte nach seinem Weggang aus Wien in Deutschland auf schnellere Erfolge gehofft. Neben der Berliner Schau im Kunstsalon von Paul Cassirer suchte er auch in München eine Ausstellungsmöglichkeit. Dass ihm Oppenheimer hier zuvorgekommen war, erregte seinen Unwillen ebenso wie das Ausstellungsplakat, das er als Kopie seines eigenen expressionistischen Sturm-Plakats von 1910 empfand. Er beschuldigte Oppenheimer öffentlich des Plagiats. Neben Adolf Loos und Karl Kraus in Wien setzten sich auch Herwarth Walden und Else Lasker-Schüler in Berlin vehement publizistisch für Kokoschka und gegen Oppenheimer ein.

Eine maßgebliche Rolle bei der Förderung der Moderne spielte der im Jahr 1908 gegründete Akademische Verband für Literatur und Musik in Wien. Das enorm progressive künstlerische Programm des von engagierten Studierenden gegründeten Vereins umfasste Vorträge, Lesungen, Konzerte und später auch Ausstellungen (darunter die „Internationale Schwarz-Weiß-Ausstellung“). Zudem gab der Verband mit Der Ruf Österreichs erste literarische Zeitschrift des Frühexpressionismus heraus. Die musikalische und künstlerische Avantgarde der Zeit versammelte sich hier sowohl auf der Bühne als auch im Publikum. Karl Kraus hielt ab 1910 seine berühmten Wiener Vorlesungen und Adolf Loos präsentierte seine Streitschrift „Ornament und Verbrechen“. Neben Vorträgen von Stefan Zweig, Egon Friedell, Hugo von Hofmannsthal, Felix Salten oder Hans Tietze fand hier im Jahr 1913 auch der als „Watschenkonzert“ in die Geschichte eingegangene musikalische Abend mit Kompositionen von Alban Berg, Arnold Schönberg, Anton Webern und Alexander Zemlinsky statt. Die Vereinigung bot insbesondere jungen, unangepassten Künstler:innen eine Plattform – so auch Kokoschka, der 1912 seinen Vortrag „Das Bewusstsein der Geschichte“ hielt. Dieser endete in lärmenden Kundgebungen und führte in der Folge zu seiner Entlassung als Zeichenlehrer an der privaten Mädchenschule von Eugenie Schwarzwald. Mit auffallenden, künstlerisch gestalteten Plakaten betrieb der Verband gezieltes Marketing – zu den bekanntesten zählen jene von Schiele und Kokoschka.

Der berühmte Text aus Kokoschkas 1908 veröffentlichtem Märchenbuch „Die träumenden Knaben“ zählt heute in der Literaturgeschichte zu den Vorreitern der expressionistischen Sprachkunst. Im Zentrum steht das sexuelle Erwachen des jugendlichen Ich-Erzählers, das mit einem sadistischen Tötungsakt an einem „roten Fischlein“ beginnt. Rote Fische mit scharfen Zähnen erscheinen wiederholt in Kokoschkas Bildern und stehen für den kaum kontrollierbaren jugendlichen Sexualtrieb, dem gewaltsam ein Ende bereitet werden soll. Im Gegensatz zu Kokoschka, der sich früh auch als Erzähler und Dramatiker einen Namen machte, widmete sich Egon Schiele nur für kurze Zeit der Dichtung. Seine Exaltiertheit und Lust an der Inszenierung spiegeln sich auch in seiner Handschrift, seinen Briefen und seiner lyrischen Sprachkunst wider. In Anlehnung an Arthur Rimbaud verfasste der junge Künstler im Jahr 1910 mehrere Gedichte, die bereits durch ihr Schriftbild auffallen – unabhängig von Inhalt und Sprache. Die kalligrafisch gestalteten und Adjektiven reichen Gedichte zeigen die Auseinandersetzung des Künstlers mit seinem Ich und seinem Seelenzustand und spiegeln Natureindrücke wider, die er erfahren hat. Alliterationen wie „warnende Wasserwälder” oder Wortschöpfungen wie „Brummbäume” – zwei Beispiele aus dem Gedicht „Gewitteranzug” – prägen seine Dichtungen.

Im Frühjahr 1910 übersiedelte Kokoschka, der sich nach den Kunstschauen 1908 und 1909 von der Wiener Gesellschaft und Kritik missverstanden fühlte, mit dem Wunsch nach einem radikalen Neubeginn nach Berlin. Adolf Loos und Karl Kraus vermittelten ihm den Kontakt zu Herwarth Walden, einem der einflussreichsten Verleger und Galeristen im Berlin der 1910er-Jahre. Kokoschka wirkte am Aufbau der expressionistischen Zeitschrift Der Sturm mit, die schnell zur führenden Plattform der internationalen Avantgarde wurde. Bereits im ersten Jahrgang war der Künstler mit 28 Arbeiten vertreten, darunter auf dem Cover seine Zeichnungen zu „Mörder, Hoffnung der Frauen” und „Sphinx und Strohmann”. Im selben Jahr fand im Salon von Paul Cassirer, dem damals wichtigsten Kunsthändler und Galeristen Berlins, eine große Ausstellung mit 27 Gemälden Kokoschkas statt. Nur wenige Wochen später folgten eine Einzelausstellung im Folkwang-Museum in Hagen und der erste Museumsankauf. In der 1912 von Walden gegründeten Sturm-Galerie war Kokoschka in der Folge an über 20 Ausstellungen beteiligt. Mit Kokoschkas Wechsel zu Cassirer im Jahr 1916, der ihm finanzielle Sicherheit bot, endete Waldens unermüdlicher publizistischer Einsatz für den Künstler. An seine Stelle trat nun „als literarischer Promotor in Berlin” der Kunstkritiker Paul Westheim, der 1918 auch Kokoschkas erster Biograf werden sollte. Zum weiteren Berliner Netzwerk Kokoschkas zählte auch der ehemalige Cassirer-Mitarbeiter und spätere Galerist Victor Wallerstein, den Kokoschka – ebenso wie dessen Tochter Gitta – mehrfach porträtierte.

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bis 26. Oktober 2026
Kuratorin: Anna Stuhlpfarrer