Der Stella-Chor, Ensembles der Harfenklasse von Viktor Hartobanu und der Gesangsklasse von Dora Kutschi sowie der Kammerchor Feldkirch laden am 16. Januar zu einem Konzert ein. Es begleitet den Übergang vom Jahresanfang zu den ersten Frühlingsboten. „O Radiant Dawn“ (zu Deutsch etwa: „Oh strahlende Morgenröte“) lautet daher nicht nur der Titel eines der gesungenen Werke. Es ist das Motto des gesamten Abends in der Kapelle der Stella. Zu hören sind Werke aus fünf Jahrhunderten – von Gianluigi Palestrina (1542–1594) bis zu zeitgenössischen Komponisten wie Andrej Makor (* 1987).
Dirigent ist Jakob Peböck, der seit Oktober 2025 sowohl den Stella-Chor als auch den Kammerchor Feldkirch leitet. Der 32-jährige Dornbirner möchte den Sängerinnen und Sängern ein breites Spektrum aus verschiedenen Epochen näherbringen. „Der rote Faden des Konzerts ist der Neustart, eine Vorahnung des Frühlings nach dem Winter.“ Dieser Leitgedanke spiegelt sich besonders deutlich im titelgebenden Werk wider.
Der Text von „O Radiant Dawn” stammt ursprünglich aus der lateinischen Adventsliturgie, wurde vom schottischen Komponisten James Macmillan (Jahrgang 1959) jedoch in einer englischen Übersetzung vertont: „O Radiant Dawn, O Sunrise of the East, / Splendour of eternal light, Sun of righteousness: / Come and enlighten us, who sit in darkness and in the shadow of death.” Zu Deutsch etwa: „Oh strahlende Morgenröte, oh Sonnenaufgang des Ostens, / Glanz ewigen Lichts, Sonne der Gerechtigkeit: / Komm und erleuchte uns, die wir in Finsternis und im Schatten des Todes sitzen.“ In dieser Bildsprache verdichtet sich die zentrale Botschaft des Konzerts.
Beim Blick auf das Programm fallen zudem fünf Werke von Benjamin Britten (1913–1976) auf. Außerdem ist beispielsweise „Christus factus est” von Anton Bruckner (1824–1896) zu hören. Hier werden die Sänger:innen von Harfenspieler:innen begleitet. Es spielen Ensembles der Harfenklasse von Viktor Hartobanu und der Gesangsklasse von Dora Kutschi.
Jakob Peböck spürt bei den Studierenden der Musikhochschule einen „super Spirit“. Den Start in seine neue Tätigkeit beschreibt er als „spannend und schön“.
Jakob Peböck studierte Schulmusik und Gesang in Innsbruck, Riga und Wien. Neben seiner Tätigkeit als Chorleiter, beispielsweise beim Vorarlberger Landesjugendchor "Voices", tritt der Bariton solo im In- und Ausland auf. Er war Stipendiat bei den Bayreuther Festspielen und arbeitet regelmäßig als Chorleiter und Sänger bei den Bregenzer Festspielen. Im Vorjahr wählte ihn die Jury der Vorarlberger Nachrichten zu einem von „Vorarlbergs 50 Köpfen von morgen“. Jörg Maria Ortwein, der Rektor der Stella Musikhochschule, sagt: „Wir freuen uns, mit Jakob Peböck einen gleichermaßen aufsteigenden wie erfahrenen Musiker zu unserem Lehrkörper zu zählen.“
Chorkonzert „O Radiant Dawn“
Stella Chor
Kammerchor Feldkirch
Ensembles der Harfenklasse Viktor Hartobanu und der Gesangsklasse Dora Kutschi
Einstudierung: Viktor Hartobanu und Dora Kutschi
Leitung: Jakob Peböck
Freitag, 16. Januar, 19 Uhr (freie Platzwahl)
Kapelle der Stella Vorarlberg
Programm:
Werke von John Michael Trotta, Anton Bruckner, Benjamin Britten, Gianluigi Palestrina, Arthur Sullivan, Vittoria Aleotti, Andrej Makor, James Macmillan und Hugo Alfvén
Karten über www.stella-musikhochschule.ac.at oder beim Tourismus- und Kartenbüro Feldkirch: karten.feldkirch-leben.at