Michael Huber erhält den Österreichischen Staatspreis für Kunstkritik 2025

Die Jury begründet ihre Entscheidung damit, dass Michael Hubers Texte über Ausstellungsbesprechungen hinausgehen und einen breiten Einblick in die Kunstszene sowie einen profunden Überblick über die kunstgeschichtliche Verortung des von ihm besprochenen Werks bieten.

Er ergänzt sein Wissen beständig durch Reisen zu internationalen Kunstmessen, Documentas, Biennalen und wichtigen Großausstellungen. Huber drängt den Leser:innen keine modischen, theoretisch-komplexen Spezialbegriffe auf. Er setzt sich besonders für aktuelle Themen wie postfeministische und postkoloniale Fragen ein und schreibt in einer allgemein verständlichen Sprache ohne Schnörkel und Selbstverliebtheit. Sein Sprachfluss macht die Texte durch die besonderen Ideen hinter der behandelten Materie interessant. Seine Texte sind eine profunde sprachliche Ergänzung zu den Werken der bildenden Kunst.

Die Jury würdigt darüber hinaus seine Rolle als Fürsprecher der Künstler:innen, zu deren Werk er die Leser:innen auf seriöse Weise hinzuführen vermag.

Der Jury für das Jahr 2025 gehörten die Preisträgerin aus dem Jahr 2023, Brigitte Borchhardt-Birbaumer, sowie Sabine Haag, Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums Wien a. D., und Andrea Braidt, Film- und Medienwissenschaftlerin, an.

Der Staatspreis für Kunstkritik ist mit 10.000 Euro dotiert und wird biennal an eine Persönlichkeit vergeben, die sich durch hervorragende Beiträge über die österreichische bildende Kunst auf dem Gebiet der Kunstkritik ausgezeichnet hat. Die Preisträgerin bzw. der Preisträger muss Rezensionen und Aufsätze in entsprechenden Fachzeitschriften und Ausstellungskatalogen, in Publikationen, Monografien, im Feuilleton von Zeitungen sowie in Kunstmagazinen national und international publiziert haben und somit einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von und zur Information über die zeitgenössische bildende Kunst geleistet haben.

Die Preisverleihung findet am 16. Oktober 2025 statt.