Was tun mit dem Leben? Jeder junge Mensch stellt sich diese Frage. Der Schiffbauer Murat Kurnaz aus Bremen macht sich auf eine Reise, um sich selbst auf die Spur zu kommen und findet sich im Gefängnis wieder. Er wird fünf Jahre in Guantanamo festgehalten. Kurnaz wird zu einem Terroristen erklärt, ohne einer zu sein. Heute lebt er wieder in Bremen, er hat Allah für sich relativiert und die Liebe zu schnellen Autos entdeckt.

Der Münchner Regisseur Bülent Kullukcu nimmt diese Extrembiografie als Ausgangspunkt, um Murat Kurnaz als Kunstfigur neu zu erfinden. An diesem Abend treffen Figuren aufeinander, deren Lebensgeschichten, Selbstbilder und Identitäten die vielschichtigen und widersprüchlichen Erfahrungen der ersten bis dritten Gastarbeitergeneration in Deutschland reflektieren. Sie alle bewegen sich in Spannungsfeldern zwischen der türkischen und der deutschen Kultur, zwischen dem Leben der Eltern und der eigenen Identität, zwischen Assimilation und Revolte, zwischen der Urlaubsheimat und der Geburtsheimat, zwischen Kunst und Religion.

Bülent Kullukcu ist Komponist, Musiker und Regisseur. Mit Generation Aldi hat er diverse Musik- und Theaterprojekte in München und der Welt realisiert. An den Kammerspielen war zuletzt "Der Fremde - Ein Würger aus München" im Rahmen von "Bunnyhill 2" zu sehen.


Mia san Murat
Uraufführung am Samstag, 26. Januar 2008,
um 19 Uhr im Neuen Haus

Weitere Vorstellungen:
31.01. 20.00 Uhr
06.02. 20.00 Uhr

Münchner Kammerspiele, Neues Haus
Falckenbergstraße 1
D - 80539 München

T: 0049 (0)89 233 37100
F: 0049 (0)89 233 96605
W: http://www.muenchner-kammerspiele.de/

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  •  26. Januar 2008 6. Februar 2008 /
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