Max-Frisch-Preis 2026 geht an Michael Köhlmeier

Die Stadt Zürich verleiht den mit 40.000 Franken dotierten Max-Frisch-Preis 2026 an den Schriftsteller Michael Köhlmeier.

Der mit 40 000 Franken dotierte Max-Frisch-Preis 2026 geht an den Schriftsteller Michael Köhlmeier. In mehr als vierzig Jahren hat er ein unvergleichlich vielfältiges Œuvre geschaffen, das Romane, Erzählungen, Essays und Gedichte umfasst. Auf Empfehlung der Max-Frisch-Stiftung zeichnet die Stadt Zürich mit ihm einen „kühnen Erzähler und leidenschaftlichen Denker” aus, dessen Werke „mal raumgreifend, mal schmal, immer aber über Wahrheit, Moral und die Gefährdungen unserer demokratischen Kultur” reflektieren.

Köhlmeiers literarische Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Sein 2007 erschienener Roman „Abendland”, der die politischen, kulturellen und sozialen Umbrüche des 20. Jahrhunderts reflektiert, wurde unter anderem mit dem Österreichischen Würdigungspreis für Literatur ausgezeichnet. 2025 erschien sein Roman „Die Verdorbenen”, in dem er sich mit der Natur des Bösen befasst und der auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stand.

Mit dem Max-Frisch-Preis der Stadt Zürich werden Autor:innen aus dem deutschsprachigen Raum ausgezeichnet, deren Arbeit in künstlerisch kompromissloser Form Grundfragen der demokratischen Gesellschaft thematisiert. Der Preis ist mit insgesamt 50.000 Franken dotiert und wird alle vier Jahre vergeben. Bisher wurden Tankred Dorst (1998), Jörg Steiner (2002), Ralf Rothmann (2006), Barbara Honigmann (2011) und Robert Menasse (2014) mit dem Max-Frisch-Preis ausgezeichnet.