20. September 2020 - 23:48 / Aktuell / Kunstpreise 

Die 1989 geborene Künstlerin Martina Morger erhält den Manor Kunstpreis St.Gallen 2021. Der mit CHF 15'000 dotierte Preis wird alle zwei Jahre in St.Gallen verliehen. Begleitet wird er von einer Einzelausstellung im Kunstmuseum St.Gallen, zu der eine eigene Publikation erscheint. Zudem erwirbt die Stifterfirma ein Werk der Künstlerin.

Die Jury zeichnet mit dem Preis eine Performance- und Multimediakünstlerin aus, "die unbeirrt und kompromisslos arbeitet und gesellschaftliche sowie ökonomische Arbeits- und Lebensbedingungen kritisch hinterfragt," wie es in der Begründung heisst. Und weiter: "Soziale Missstände benennt sie beharrlich und überführt grundlegende Fragestellungen unseres Daseins in teils körperlich verausgabende, teils verstörende Performances. Martina Morger beschäftigt sich mit der Stellung der Frau und im Besonderen mit der Stellung der Künstlerin in der modernen, kapitalistischen Gesellschaft. Sie erforscht und reflektiert weibliche und queere Stimmen, behandelt Themen wie Cyberfeminismus, Queerness und Biopolitik."

Die in Vaduz geborene Künstlerin, die heute in Balzers und Zürich lebt und arbeitet, studierte Medienwissenschaften an der Universität Zürich, von 2015-2018 bildende Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), bevor sie 2019 an der Glasgow School of Arts, den Master Fine Arts Practice absolvierte. Sie ist Kuratorin/Organisatorin des internationalen Performancefestivals Stereoskop_ sowie Perrrformat, das Performancekunst in den urbanen, öffentlichen Raum bringt. Diesen Frühling absolvierte sie einen Atelieraufenthalt an der Cité Internationale des Arts in Paris.



Martina Morger (© Wei Zhang)
Martina Morger (© Wei Zhang)