Herbert Brandl zählte zu den bedeutendsten Repräsentanten des österreichischen Neoexpressionismus. Seine großformatigen Bildwelten, die aus dem individuellen Empfinden heraus entstanden und zwischen malerischer Abstraktion und Gegenständlichkeit jonglierten, prägten seit den 1980er-Jahren die Malerei maßgeblich.
Die Natur spielte sowohl in seinem Leben als auch in seiner Kunst eine große Rolle. Das Bergmotiv interpretierte er immer wieder neu, und zwar mit abstrakten Gesten und in unterschiedlichen Formaten und Techniken.
Ab Mitte der 1980er Jahre nahm Herbert Brandl an international bedeutsamen Ausstellungen teil. Dazu gehören die Biennale de Paris (1985), das Musée d’Art de la Ville de Paris (1990), die documenta IX (1992) und „Painting on the Move” in der Kunsthalle Basel und im Museum für Gegenwartskunst (2002). 2007 war er auf der Biennale di Venezia im Österreichischen Pavillon vertreten.
Herbert Brandl, der 1959 in Graz geboren wurde, ist am 27. Juli 2025 in Wien verstorben.