Die Künstlerin Lin May Saeed (1973–2023) aus Deutschland und dem Irak hat sich in ihrer Arbeit kritisch mit der Beziehung zwischen Menschen und Tieren beschäftigt. Sie hat gefragt, ob Menschen über mehr Macht haben als andere Lebewesen. In ihren Bildern und Skulpturen sind Tiere die Hauptfiguren. Sie sind nicht nur Symbole oder schmückendes Beiwerk, sondern mischen aktiv im Geschehen mit.
Saeed stellt die eurozentrische Denkweise in Frage. Normalerweise stellt man bei dieser Denkweise den Menschen in das Zentrum und benutzt Tiere. In ihrem Werk bezieht sie sich auf historische Denker:innen. Diese haben gezeigt, dass Tiere menschliche Gesellschaften lange vor der Entstehung von Staaten und Nationen geprägt haben. Das wirft eine wichtige Frage auf: Warum wollen wir Menschen uns von der Natur und anderen Lebewesen abgrenzen?
In Saeeds Werken leben Menschen und Tiere zusammen. Sie sind solidarisch und nicht dominant. Ihre Kunst zeigt, wie Menschen zusammenleben können, ohne sich zu kontrollieren. Die Arbeit der Verstorbenen Saeed war wichtig für Diskussionen über ethische Fragen, wenn es um Speziesismus geht. In ihren Werken zeigt sie Tiere als gleichberechtigte Wesen, weder sentimental noch gewalttätig.
Lin May Saeed (1973–2023) war eine Künstlerin und Tierrechtsaktivistin. Saeed stellt auch in seiner Kunst die Frage, wie Menschen und Tiere zusammenleben können. Sie arbeitete mit Skulpturen, oft aus einfachen Materialien wie Styropor. Ihre Bildsprache verbindet Mythen, Religion und Aktivismus. Ihre Werke und Schriften zeigten, wie man die Beziehungen zwischen den Spezien neu gestalten kann. Sie stellten Befreiung und Versöhnung als Skulpturen und in der Gesellschaft dar.
Die Künstlerin starb 2023 kurz vor der Eröffnung ihrer Ausstellung "The Snow Falls Slowly in Paradise" im Georg-Kolbe-Museum in Berlin.
Lin May Saeed
6. März bis 10. Mai 2026