Am Sonntag, den 7. Dezember, liest Ingo Ospelt im Küefer-Martis-Huus um 11 Uhr Gedichte und Geschichten von Rose Ausländer und Gerhard Meier.
Rose Ausländer (1901-1988) kam aus Cernowitz in der Bukowina. Sie hatte eine behütete Kindheit in Czernowitz. 1916 musste sie mit ihren Eltern von Budapest nach Wien fliehen. Nach ihrer Rückkehr studierte sie Literaturwissenschaft und Philosophie an der Universität Czernowitz. Noch im selben Jahr wanderte sie mit ihrem Studienfreund Ignaz Ausländer nach Amerika aus. Sie arbeitete als Hilfsredakteurin bei der Zeitschrift "Westlicher Herold" und veröffentlichte dort ihre ersten Gedichte. Danach lebte sie in New York und arbeitete dort als Bankangestellte. Außerdem war sie Journalistin und Schriftstellerin. Rose Ausländer war eine deutsch-jüdische Dichterin. Sie hat die deutschsprachige Lyrik im 20. Jahrhundert geprägt.
Gerhard Meier (1917-2008) war ein berühmter Schweizer Schriftsteller, der immer in der gleichen Gegend lebte. Er lebte am längsten in Niederbipp, einem Dorf am Jurasüdfuss. Mit 47 Jahren veröffentlichte er 1964 sein erstes Buch. Es war ein Gedichtband mit dem Titel "Das Gras grünt". Das Land will nicht länger nur Umgebung sein. Das sagt man im Titelgedicht. Gerhard Meier hat alles verbunden: Musik, Literatur, Malerei, Landschaft. Schon als Kind hat er das Schreiben benutzt, um spirituelle Erfahrungen festzuhalten.
Ingo Ospelt wurde 1961 in München geboren und wuchs in Vaduz auf. Er hat eine Schauspielausbildung an der Schauspielakademie Zürich gemacht. Seit 1992 lebt er in Zürich. Er arbeitet in der freien Theaterwelt, an verschiedenen Theatern in der Schweiz und als Filmschauspieler und Sprecher. Er gründete zusammen mit seinem Bruder Mathias Ospelt und Marco Schädler das Kabarett "Das LiGa".
Ingo Ospelt liest Gedichte und Prosa von Rose Ausländer und Gerhard Meier
Sonntag, den 7. Dezember, um 11 Uhr