Das Wien Museum widmet dem in Wien lebenden Künstler die bislang größte Ausstellung seiner Arbeiten in Österreich.
Mit seinen präzisen Eingriffen in die urbane Infrastruktur, bei denen er die Nutzung und Privatisierung öffentlicher Räume kritisch beleuchtet, ist Kessler seit zwei Jahrzehnten international präsent. Berühmt wie berüchtigt sind seine subtilen, oft nicht genehmigten Interventionen im öffentlichen Raum. Auch seine interaktiven Maschinen, die sich oft als städtisches Mobiliar tarnen, erregen immer wieder Aufmerksamkeit.
So verlief beispielsweise Kesslers signalorangenes Akademiekabel quer durch die Stadt und zapfte Strom aus einer Steckdose in der Akademie der bildenden Künste für seine Privatwohnung. Der 2022 in Wien installierte Nordbahnzeh – ein überdimensionaler Körperteil mit stetig wachsendem Nagel, den Passant:innen abschneiden konnten – entwickelte sich wiederum zur lokalen Ikone.
Die Ausstellung „Leopold Kessler. Arbeiten im öffentlichen Raum” präsentiert nicht nur seine bekanntesten Werke, sondern gewährt auch erstmals Einblick in sein skulpturales Frühwerk sowie in die konzeptuellen Vorarbeiten vieler seiner Projekte.
Leopold Kessler (* 1976 in München) lebt und arbeitet in Wien.
Leopold Kessler
Arbeiten im öffentlichen Raum
Mid-Career-Werkschau im musa
11. September 2025 bis 25. Jänner 2026