Laura Freudenthaler erhält den Christine Lavant Preis 2026

Die in Salzburg geborene und in Wien lebende Autorin Laura Freudenthaler wird mit dem diesjährigen Christine Lavant Preis ausgezeichnet. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft  vergeben. Der Preis würdigt Literatinnen und Literaten, die wie die namensgebende Dichterin Christine Lavant einen hohen ästhetischen Anspruch mit einer humanen Haltung und einem gesellschaftskritischen Blick verbinden.

Die Jury hob in ihrer Begründung hervor, dass Freudenthaler (Jahrgang 1984) „in der sprachskeptischen, phantastischen und feministischen Tradition der österreichischen Erzählliteratur“ stehe. Ihre Bücher zeichneten sich durch einen präzisen, kritischen Blick auf gesellschaftliche Fehlentwicklungen, das Verhältnis der Geschlechter und den Umgang mit der Natur aus. Sie schreibe in dichten, schnörkellosen Erzählbewegungen über existenzielle Themen wie Identität, Verlust, die Klimakatastrophe und weibliche Selbstbehauptung – Geschichten, die man laut Jury nicht mehr vergisst.

Freudenthaler, die bereits mit renommierten Auszeichnungen wie dem Anton-Wildgans-Preis gewürdigt wurde, feiert auch mit ihrem aktuellen Roman "Iris" (2026) große Erfolge. Das Werk stand wochenlang an der Spitze der ORF-Bestenliste und findet sich auf der Longlist für den Österreichischen Buchpreis.

Die offizielle Verleihung findet am 4. Oktober 2026 im Rahmen einer feierlichen Matinee im Burgtheater Kasino am Schwarzenbergplatz in Wien statt. Bei der Veranstaltung wird die Burgschauspielerin Franziska Hackl aus Texten und Briefen von Christine Lavant lesen.