25. März 2021 - 9:10 / Ausstellung / Geschichte 
26. März 2021 4. März 2021

Die Albertina zeigt in dieser größen Überblicksausstellung über die Geschichte der Landschaftsdarstellung über 200 bekannte und einzigartige Landschaftsbilder aus 450 Jahren, die jahrzehntelang nicht gezeigt worden sind. Zu sehen sind Hauptwerke von Dürer, Rembrandt, Canaletto, Boucher, Caspar David Friedrich, Menzel, Jakob Alt, Rudolf von Alt, Cézanne, Emil Nolde oder Paul Klee.

Reisen sind in Zeiten einer Pandemie jedoch ganz plötzlich nicht mehr selbstverständlich, das lenkt den Blick auf die eigene Umgebung, aber auch auf die künstlerische Auseinandersetzung mit der Landschaft, deren Darstellung eine spannende Entwicklung erlebt hat.

Von den Anfängen des autonomen Landschaftsbildes und seiner Bahnbrecher, allen voran Albrecht Dürer, spannt sich der Bogen über Bruegel, Rembrandt und das holländische Goldene Zeitalter, von Stadtpanoramen der Renaissance zu nahsichtigen Veduten, von utopischen Entwürfen arkadischer Landschaften bis zum illusionslosen, realistischen Naturbild im Zeitalter der Industrialisierung, von den Bildern der Erhabenheit und des Sublimen bei Caspar David Friedrich über die Schreckensvisionen und Dystopien bei Alfred Kubin bis zu den Kinderträumen verspielter Natur bei Paul Klee. Schlüsselwerke der romantischen Landschaft und österreichische Aquarellkunst des 19. Jahrhunderts wie Jakob und Rudolf von Alts Wien-Ansichten runden die Ausstellung ab.

Der Großteil der gezeigten Werke wurde vom Sammlungsgründer der Albertina, Herzog Albert von Sachsen-Teschen (1738-1822) erworben, der sich insbesondere für bildhaft ausgeführte, großformatige Landschaftszeichnungen des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts interessierte: Landschaften von Adrian Zingg und dessen Schülern sammelte er sowohl ihrer künstlerischen Qualität wegen als auch in Erinnerung an seine alte Heimat Sachsen. Vor allem in seinen letzten Lebensjahren konzentrierte sich Herzog Albert auf den Erwerb von Landschaften, von denen nun eine hochkarätige Auswahl präsentiert wird.

Landschaften
Von Albrecht Dürer bis Paul Klee
26. März bis 4. Juli 2021

Albertina
Albertinaplatz 1
A - 1010 Wien

W: http://www.albertina.at/

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  •  26. März 2021 4. März 2021 /
Albrecht Altdorfer, Die große Fichte, um 1517-1520, Radierung, aquarelliert © Albertina, Wien
Albrecht Altdorfer, Die große Fichte, um 1517-1520, Radierung, aquarelliert © Albertina, Wien
Alfred Kubin, Schlachthausruine, 1900, Farbige Tusche laviert und gespritzt, schwarze Tusche, Feder © Albertina, Wien
Alfred Kubin, Schlachthausruine, 1900, Farbige Tusche laviert und gespritzt, schwarze Tusche, Feder © Albertina, Wien
August Macke, Frau mit Krug unter Bäumen, 1912, Aquarell © Albertina, Wien. Sammlung Forberg
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Egon Schiele, Alte Häuser in Krumau, 1914 Bleistift, Pinsel, Deckfarben auf Japanpapier © Albertina, Wien
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Paul Klee, Landgut bei Fryburg, 1915, Aquarell und Goldfarbe auf Papier auf Karton © Albertina, Wien. Sammlung Forberg
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Rembrandt Harmensz. van Rijn, Die ehemalige Kupfermühle auf der Weesperzijde, späte 1640er-Jahre, Feder und Pinsel in Braun © Albertina, Wien
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