27. November 2014 - 15:57 / Aktuell 

Nach der Annahme des Nachlasses von Cornelius Gurlitt, die am 24. November 2014 in Berlin durch die Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen dem Kunstmuseum Bern, der deutschen Bundesregierung und dem Freistaat Bayern formell besiegelt wurde, folgt der nächste Schritt. Im Sinne der angekündigten Transparenz macht das Kunstmuseum Bern die Listen der Werke publik, die in der Wohnung von Cornelius Gurlitt in München Schwabing sowie in dessen Haus in Salzburg gefunden wurden.

Das Kunstmuseum Bern wird nach der Annahme des Gurlitt-Erbes aktiv. In Absprache mit den Parteien der Vereinbarung und der Task Force Schwabinger Kunstfund hat die Museumsleitung beschlossen, in einer ersten Phase die Listen der in Schwabing und Salzburg gefundenen Kunstwerke zu veröffentlichen.

"Wir haben uns der Transparenz verpflichtet und handeln nun auch entsprechend. Wir freuen uns deshalb, bereits drei Tage nach dem Annahmeentscheid jene Informationen freigeben zu können, über die wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt verfügen", sagt der Direktor des Kunstmuseums, Matthias Frehner. "Die weitergehende Kategorisierung ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Wir werden zudem weitere Anstrengungen unternehmen, um die Listen schrittweise, zum Beispiel bezüglich der Zuordnung zu Künstlern oder Vervollständigung und Qualität der Abbildungen, zu verbessern. Neue, gesicherte Erkenntnisse werden umgehend veröffentlicht."

Eine gesetzliche Erbin von Cornelius Gurlitt hat am 21. November 2014 vor einem Nachlassgericht in München den Antrag auf einen Erbschein gestellt. Aus diesem Grund wird die Erbschaft vorderhand weiterhin durch den Nachlasspfleger verwaltet, weshalb das Kunstmuseum Bern nach wie vor nur eingeschränkt Zugang zu den erwähnten Werken erhält.

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