Kunsthaus Zürich verzeichnet grosse Publikumsresonanz

Mit über 539’500 Besucherinnen und Besuchern verzeichnete das Kunsthaus Zürich 2025 die zweithöchste Besucherzahl seiner Geschichte und bleibt damit das meistbesuchte Kunstmuseum der Schweiz. Die anhaltend hohe Nachfrage unterstreiche die breite gesellschaftliche Verankerung des Hauses und seine Bedeutung als Ort der kulturellen Teilhabe und Auseinandersetzung., wird in einer Aussendung dazu betont. 

Das grosse Interesse spiegelt sich auch in den einzelnen Ausstellungen wieder. Sor erreichte die Präsentation von Marina Abramović nahezu 120’000 Besucherinnen und Besucher und war damit die erfolgreichste Ausstellung der letzten zwölf Jahre. Auch die Sammlung blieb ein zentraler Anziehungspunkt mit rund 247’800 Eintritten. Erstmals wurden im frei zugänglichen Foyer und Garten des Chipperfield-Baus Auftragsarbeiten realisiert. In der von Privatpersonen und Stiftungen finanzierten Reihe "Kunst für alle" wurde die Installation "boshullichi/inlʋchi – we will continue to change" des amerikanischen Künstlers Jeffrey Gibson zum Publikumsliebling, während im Garten die monumentale Skulptur "Zardoz"  – mit Klettergerüst und Rutschbahn – der Wahlzürcher Künstlerin Monster Chetwynd den Garten in einen Ort für Familien, Schulklassen, Jugendliche und Passantinnen und Passanten transformierte. Die Rutschbahn wurde seit der Eröffnung im Herbst über 75’000 Mal kostenlos genutzt. 

Ein wichtiges Signal für die zukünftige Entwicklung setzte zudem die unter dem Namen "PerArte Stiftung" erfolgte Gründung einer Förderstiftung durch Marianne und Martin Haefner, die künftig durch finanzielle Unterstützung eine zentrale Rolle bei der Realisation bedeutender Ausstellungen mit internationaler Strahlkraft am Kunsthaus Zürich spielen soll. 
 

Bilanzmüssig für das Kunsthaus Zürich im letzten Jahr einen Verlust in Höhe von 1.43 Millionen Franken an. Das ist besser, als budgetiert. 2024 betrug der Verlust 1,53 Millionen Franken. Der Betriebserfolg konnte zwar deutlich verbessert werden, dies sei jedoch wesentlich auf einen einmaligen Effekt zurückzuführen: den Verkauf eines Kunstwerks im Rahmen einer einvernehmlichen Lösung mit den Erbinnen und Erben des Sammlers Carl Sachs. Der Erlösanteil des Kunsthauses wurde gemäss den Richtlinien des International Council of Museums (ICOM) dem Sammlungsfonds zugeführt.
 

Die eigenwirtschaftlichen Erträge lieferten auch 2025 einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung des Kunsthauses:          

•    Ticketeinnahmen: CHF 5'593'230 (2024: 5'534’047) 
•    Mitgliederbeiträge: CHF 2'673'898 (2024: 2'651'926)
•    Museumsshop: CHF 2'209'844 (2024: CHF 2'307'188)
•    Fundraising und Partnerschaften: CHF 4'852’861 (2024: 3'850'486)
•    Vermietungen und Veranstaltungen: CHF 1'554'805 (2024: 1'724'919)

Der Eigenfinanzierungsgrad des Kunsthauses bleibt damit im Branchenvergleich auf einem hohen Niveau – sowohl national als auch international. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt die finanzielle Lage anspruchsvoll. Der Betrieb des erweiterten Kunsthauses sei mit dauerhaft erhöhten Anforderungen verbunden, insbesondere in den Bereichen Personal, Sicherheit und Infrastruktur. Wie das Kunsthaus bereits seit einiger Zeit aufzeige, liessen sich diese strukturellen Kosten auch bei hoher Eigenleistung nicht vollständig durch eigene Einnahmen decken. Eine angemessene öffentliche Finanzierung bleibe daher zentral, um den Betrieb langfristig zu sichern.