Die drei angelaufenen neuen Ausstellungen in der Kunsthalle Bern sind dem Schaffen von Tai Shani, Jota Mombaça und Vanessa Billy gewidmet. Im Zentrum der Schauen stehen Fragen zu Klima, Gewalt, Technologie und Infrastruktur.
Tai Shani ist mit "M.I.A.S.M.A" erstmals in der Schweiz mit einer Einzelpräsentation zu sehen. Sie zeigt eine Neuinterpretation von "Antigone", die sich mit der „Unbetrauerbarkeit“ von Leben und Körpern in heutigen Krisenzeiten auseinandersetzt. Das Herzstück ist eine monumentale, skulpturale Wandinstallation, die neolithische Architektur und ägyptische "Soul Houses" zitiert.
Auch Jota Mombaça ist mit "compost (continuum)" erstmals mit einer Einzelausstellung präsent. Die forschungsbasierten Arbeiten des Multimedia-Künstlers und Schriftstellers verknüpfen antikoloniale Kritik, queere Theorie und diasporische Erfahrungen. Die stimmlichen und akustischen Sound-Installationen der Ausstellung untersuchen Machtsysteme und wie diese bestimmen, wessen Leben und Stimmen (und Tode) als "betrauerbar" gelten.
Vanessa Billy wiederum bildet mit "Superconductors" den Auftakt der neuen Ausstellungsreihe "Horizon of Forms". Ihre Arbeit im öffentlichen Raum nutzt die Wände der Kunsthalle, um Infrastrukturen und materielle Systeme, die die Wahrnehmung formen, greifbar zu machen.
Die drei Ausstellungen laufen noch bis 23. August.
Weitere Infos: https://kunsthallebern.ch/de