Die Präsidentin des Vorarlberger Landesmuseumsvereins, Brigitte Truschnegg, und ihr Team vom Burgenausschuss wurden mit der Österreichischen Denkmalschutzmedaille 2025 ausgezeichnet.
Das Kulturministerium und das Bundesdenkmalamt würdigten damit ihren Einsatz für das kulturelle Erbe in Vorarlberg. Im Rahmen der Burgenaktion Vorarlberg wurden 2,4 Millionen Euro investiert, um zehn Ruinen vor dem Verfall zu bewahren. Die Verleihung der Ehrenzeichen fand kürzlich im Wiener Josephinum statt.
Brigitte Truschnegg stand von 2012 bis 2024 an der Spitze der Burgenaktion Vorarlberg, einem breit angelegten Vorhaben zur Erforschung, Sicherung und nachhaltigen Bewahrung der mittelalterlichen Burgen im Land. Unter ihrer Leitung wurden zahlreiche historische Bauwerke restauriert und zugleich innovative Nutzungskonzepte entwickelt, die den Burgen neues Leben verliehen. Zu den großen Burgprojekten der letzten Jahre zählen die Ruine Neuburg in Koblach, die Burgruine Tosters in Feldkirch und die Ruine Alt-Ems in Hohenems.
Ein besonderes Beispiel ist der Kulturpavillon Blumenegg in Thüringerberg, der eindrucksvoll demonstriert, wie historische Substanz für Bildungsangebote und kulturelle Veranstaltungen zeitgemäß genutzt werden kann.
In enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt (Landeskonservatorat Vorarlberg: Barbara Keiler und Georg Mack), der Kulturabteilung des Landes Vorarlberg (Barbara Neyer und Katharina Müller) sowie dem Vorarlberger Landesmuseumsverein (Präsidentin: Brigitte Truschnegg; Burgenausschuss: Harald Rhomberg und Raimund Rhomberg) konnten zwischen 2012 und 2024 umfangreiche Instandsetzungsmaßnahmen an insgesamt zehn Burgen in Vorarlberg geplant und umgesetzt werden. Das Bundesdenkmalamt, das Land Vorarlberg und die Eigentümer:innen der Burgen (Gemeinden, Fördervereine) finanzierten das Projekt mit insgesamt 2,4 Millionen Euro.
Durch ihre Arbeit gelang es Truschnegg, Burgenvereine, private Eigentümer:innen, Handwerksbetriebe und wissenschaftliche Einrichtungen miteinander zu vernetzen und Synergien zu schaffen, die über die eigentliche Projektlaufzeit hinaus Bestand haben. Mit Formaten wie dem Workshop „Kinderbaustellen”, speziellen Lehrlingsprojekten und vielfältigen Vermittlungsangeboten wird die Kulturgeschichte unmittelbar an kommende Generationen weitergegeben und lebendig erfahrbar gemacht.
15 Projekte ausgezeichnet
Das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport sowie das Bundesdenkmalamt würdigten Persönlichkeiten und Initiativen, die sich in besonderer Weise um die Erhaltung, Pflege und Vermittlung historischer Bausubstanz und kultureller Werte verdient gemacht haben. Insgesamt wurden 47 Projekte eingereicht. Nach intensiver Prüfung durch eine hochkarätig besetzte Jury wurden 15 Projekte prämiert, die als besonders beispielgebend für Denkmalschutz und Denkmalpflege in Österreich gelten. Sie erhalten die Denkmalschutzmedaille 2025.