Begleitend zur Ausstellung "Vakuum" von Hermann Präg (3.9. - 11.10.2026) zeigen wir auf Wunsch des Künstlers den Film "Stalker".
"Stalker", der fünfte Film des russischen Meisterregisseurs Andrej Tarkovski (1932 - 1986), basiert auf dem dritten Kapitel des Science-Fiction-Romans Picknick am Wegrand der Brüder Arkadi und Boris Stugarski, die auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnen. Im Roman geht es um Überbleibsel, die Außerirdische bei der Abreise von der Erde in einer ZONE zurückgelassen haben, und die vom Militär hermetisch abgeriegelt wird. "Stalker" heißen die spirituellen Führer, welche illegale Besucher durch das Sperrgebiet und schließlich durch die Zone lotsen. In der Zone soll sich ein Zimmer befinden, in dem märchenhaft alle Wünsche erfüllt werden.
Im Laufe der dreijährigen Zusammenarbeit des Regisseurs und der Autoren wandelten sich die Vorstellungen über den Film jedoch so sehr, dass eine eigenständige Filmerzählung entstand, die der Handlung nach nur noch in einigen Eckpunkten mit dem ursprünglichen Roman übereinstimmt. Insgesamt wurden von den Brüdern Strugazki sieben bis neun Drehbuchfassungen geschrieben, und nur mit der letzten war Tarkowski zufrieden. (Quelle: Wikipedia)
Science Fiction war für Tarkovski nur ein Vorwand, um die bürokratische Maschinerie der sowjetischen Zensur zu umgehen. Er musste Wege finden, frei über bestimmte Themen sprechen zu können, ohne dafür bestraft zu werden, so Tarkowskijs Sohn in einem Interview. (Quelle: Rolf Giesen, Booklet zum Film)
Stalker
1979, Regie: Andrey Tarkovsky
Buch: Strugatsky Boris, Strugatsky Arkady
Musik: Artemyev Eduard
10. September 2026 um 19:30, Kulturbühne Schruns