6. Januar 2016 - 4:26 / Aktuell 

Zum Abschluss von "Yes & No" der New Yorker Künstlerin Amy Sillman, der letzten Ausstellung im Rahmen der KUB Arena überhaupt, führt am 8. Januar Kuratorin Eva Birkenstock um 17 Uhr durch die Ausstellung, und am 9. Januar wird die Künstlerin Amy Sillman um 18 Uhr zusammen mit dem New Yorker Psychoanalytiker David Lichtenstein zu Gast in Bregenz sein. Im Rahmen eines Gesprächs Sillmans und Lichtensteins bietet sich die besondere Gelegenheit, über die Ausstellung hinaus Einblicke in die Arbeit und Gedankenwelten der Künstlerin zu erhalten.

Die Ausstellung "Yes & No" verortet sich entlang des Zusammenspiels von Momenten der Anwesenheit und Abwesenheit, der Bejahung und Verneinung, des Anfangs und des Endes ohne sich in einem Ja oder Nein, beziehungsweise einem Entweder Oder aufzulösen. Im Vordergrund steht vielmehr die gegenseitige Bedingtheit jeweils beider Elemente voneinander. Es handelt sich damit um Fragestellungen, die nicht nur für die künstlerische Praxis grundlegend sind, sondern auch bei psychoanalytischen Gesprächstherapien eine wesentliche Rolle spielen. Eine erste Auseinandersetzung dieser Interessensüberschneidung beider Bereiche findet sich bereits in dem zur Ausstellung entstandenen Fanzine, in dem ein Gespräch zwischen der Künstlerin und David Lichtenstein sowie ein Essay von Letzterem veröffentlicht wurden. Unter dem Titel "On Practice − The Artist and the Psychoanalyst" werden Amy Sillman und David Lichtenstein diese Auseinandersetzung um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer Tätigkeitsbereiche am 9. Januar anhand von Arbeitsbeispielen fortsetzen.

5 Jahre KUB Arena
Die KUB Arena, von Eva Birkenstock erfolgreich aufgebaut und kuratiert, endet nun mit "Yes & No" nach fünf Jahren. Neben Amy Sillman hatten namhafte Künstler/innen wie Ulrike Müller hier ihre ersten Einzelausstellungen im deutschsprachigen Raum, darüber hinaus gab es Kooperationen mit der springerin, dem Van Abbemuseum oder der European Kunsthalle. Mit der Ausstellung "Nairobi – A State of Mind", der Konferenz Kunst und Ideologiekritik nach 1989, dem Sommerprogramm KAMP KAYA oder der Uraufführung des weltweit gefeierten Theaterstücks "Hate Radio" von Milo Rau wurden stets neue Formate, Kontexte und Fragestellungen vor- und zur Diskussion gestellt oder wie mit Dora García Arbeiten produziert, die anschließend auf der Biennale in Venedig präsentiert wurden. Das erfolgreiche Programm der KUB Arena findet ab 2016 im Rahmen der KUB Projekte in aktualisierter Form seine Fortschreibung.

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