21. Februar 2022 - 22:07 / Aktuell / Konzeptkunst / Köpfe 

Der US-amerikanische Konzeptkünstler Dan Graham, der fünf Mal an der Documenta in Kassel partizipierte, ist vergangenen Samstag im Alter von 79 Jahren in New York gestorben. „Als nicht klassifizierbarer Künstler stand er an der Spitze vieler der bedeutendsten künstlerischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte“, würdigte man Graham, der sich vor allem als Konzept- und Kontextkünstler einen Namen machte und alleine fünf Mal auf der documenta präsent war.

Der am 31. März 1942 in Illinois geborene Künstler ist vor allem mit seinen begehbaren Glasinstallationen, die sich in Berlin, Stuttgart oder Paris finden, einem breiteren Publikum bekannt geworden.

Dan Graham studierte Philosophie an der New Yorker Columbia University. 1969 hatte er für ein Jahr eine Lehrtätigkeit an der University of California in San Diego und im darauffolgenden Jahr bis 1971 am Nova Scotia College of Art in Halifax (Kanada) inne. Der Amerikaner verkörperte für die jüngere Künstlergeneration einen der einflussreichsten Konzept-, Kontext- und Videokünstler, der mit seinem Werk früh die Autonomie des künstlerischen Werks in Frage stellte und die Rolle der Populärkultur reflektierte. 2010 wurde Graham in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.