Der aus Lindau stammende, zuletzt in München lebende Komponist, Pianist und Musikpädagoge Rudi Spring ist am 28. Dezember nach einem Herzinfarkt im Alter von 63 Jahren verstorben. Er hinterlässt ein mehrere hundert Werke umfassendes Oeuvre unterschiedlichster Gattungen, unter anderem aus Chorwerken, Kammersymphonien, Kunstliedern, Chansons, Tangos und Proportionskanons. Spring war seit 1999 an der Münchner Hochschule für Musik und Theater tätig. Zum Ende seiner Jugendjahre in Lindau prägte er auch die Gründungsphase des Bregenzer Konservatoriums mit.
Rudi Spring gehörte zu den interessantesten deutschen Komponisten der Gegenwart. Sein Schaffen umfasst mehrere hundert Werke in großer musikalischer Vielfalt und widmet sich den unterschiedlichsten Gattungen. Die Besetzungen reichen vom vielköpfigen Orchester über verschiedenste Formationen der Kammermusik bis zu solistischen Instrumentalkompositionen. Spring ließ sich von Volksmusik und Tango ebenso inspirieren wie von großformatigen Werken der geistlichen Musik.
"Rudi Spring hat auf die großen Fragen der Musikgeschichte der vergangenen 120 Jahre nach dem Ende der tonalen Epoche eigenständige und faszinierende Antworten gefunden“, sagt Wolfgang Steger, Mitherausgeber einer Biografie und Werkschau, die zu seinem 60. Geburtstag erschien. "Seine Musik braucht offene, aufmerksame Hörer, um all ihren Facettenreichtum zu erschließen, lässt sich aber gleichzeitig sehr unmittelbar erleben.“