Körper und Gesellschaft – Fotografie und Medienkunst von 1945 bis heute

Die Ausstellung „EveryBody!” des Museums der Moderne Salzburg Rupertinum greift aktuelle Fragen zum Verhältnis von Körper und Gesellschaft auf. Zu sehen sind Werke von VALIE EXPORT, Nan Goldin, Ernst Haas, Cindy Sherman und vielen weiteren international bekannten Kunstschaffenden.

Der menschliche Körper ist weit mehr als nur ein physisches Zuhause – er ist ein Spiegel gesellschaftlicher Prozesse und ein Ort der ständigen Auseinandersetzung zwischen Individuum und Gemeinschaft. In seiner Vielfalt und Wandelbarkeit wirft er die großen Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung auf. Diese Dynamik wurde und wird durch die rasante Entwicklung der klassischen und heutigen sozialen Medien verstärkt. Der Körper ist daher mehr denn je zum zentralen Thema der Kunst und zum gesellschaftlichen Streitthema geworden.

In der Ausstellung begegnen die Besucher:innen vor allem Fotografien. Die Werke zeigen den Körper als Bühne, Symbol und Kommunikationsmittel, als einen Ort, an dem sich die unterschiedlichsten Perspektiven und Geschichten entfalten. Anhand von Arbeiten vieler international bekannter Kunstschaffender aus dem 20. und 21. Jahrhundert wird dieses Thema auf vielseitige Weise beleuchtet.

Nach 1945 haben sich Körperbilder und damit auch künstlerische Darstellungen rasant weiterentwickelt. Die schrecklichen Bilder des Krieges, die Proteste von 1968 und die Entwicklung der Popkultur beeinflussten die Bildproduktion nachhaltig. Es entstanden neue gesellschaftliche Zusammenhänge, die die Körperwahrnehmung beeinflussten. Der Körper wird nämlich nicht mehr nur als Abbild von Stärke, Schönheit oder Verletzlichkeit gesehen, sondern auch als Ausdruck von Freiheit, Selbstbestimmung und der Möglichkeit, gegen gesellschaftliche Normen zu kämpfen.

EveryBody! Was Körper erzählen.
Fotografie und Medienkunst von 1945 bis heute
Bis zum 15. Februar 2026