18. Dezember 2019 - 13:54 / Ausstellung 
7. Dezember 2019 12. Januar 2019

Die letzte Ausstellung von KunstVorarlberg in den Räumlickeiten der Villa Claudia in Feldkirch in diesem Jahr ist dem "Kleinen Format" gewidmet. Natürlich ist der gewählte Zeitpunkt in der Vorweihnachtszeit kein Zufall. Denn kleine Formate sind in der Regel günstig und eignen sich entsprechend gut als Weihnachtsgeschenke.

Andererseits geht es aber vor allem auch um die Würdigung des Kleinformats, das vielfach völlig unterschätzt wird. Denn der Hang zum Großen ist der Trend der Zeit, da ja das Große auffällt und daher stärker wahrgenommen wird. Dabei kann alles was im Großen vorhanden ist, bereits auch im Kleinen enthalten sein. Das gilt insbesondere im Bereich der Kunst. Das Kleine erscheint nur immer in Relation zum Großen als klein.

Weil das Kleine unscheinbar ist muss man näher herangehen, um es genau in Augenschein zu nehmen. Oder man muss sich näher darauf einlassen, um es entsprechend würdigen zu können.

Das unscheinbare Kleine kann auch mit dem Intimen und Erlesenen assoziiert werden, ganz im Sinne von "klein, aber fein". Und zur Unscheinbarkeit des Kleinen gehört auch die Bescheidenheit.

Das Kleine ist zudem beweglich. Es kann leichter transportiert werden, und es findet auch eher Platz zum Aufhängen oder Aufstellen, als Großes. Dem Beweglichen kann man auch einen höheren Grad an Unabhängigkeit attestieren. Denn das Kleine ist nicht von so vielen Faktoren abhängig wie das Große. Darüber hinaus kann das Bewegliche häufig mit weniger Aufwand geändert und verändert werden.

Auch ließe sich sagen, dass das Kleine größere Freiheitsgrade besitzt, als das Große, weil zum Beispiel die Gesetze der Statik eine geringere Rolle spielen, je kleiner ein Objekt ist. Des weiteren lässt sich etwa ein kleines Bild mit einem Blick erfassen, ein sehr großes Bild hingegen nicht. Ausser man tritt weiter weg, - dann könnten allerdings Details verloren gehen.

Dass die Arbeit am kleinen Format keinerlei qualitativen und technischen Einschränkungen unterliegt, beweisen die maximal 25 mal 25 Zentimeter großen Werke, die 22 Mitglieder von Kunst.Vorarlberg in der Villa Claudia präsentieren. Die vorgegebene Größenformatierung ist rein äußerlich, den inneren Vorstellungen und Ausdrucksformen der Kunstschaffenden sind keine Grenzen gesetzt. Positiver Nebeneffekt des Kleinformats: Die Exponate sind auch für kleinere Budgets erschwinglich.

Kleine Formate
7. Dezember 2019 bis 12. Jänner 2020
Lisa Althaus, Melanie Berlinger, Cornelia Blum-Satler, Bettina Bohne, Roswitha Buhmann, Ursula Dorigo, Cäcilia Falk, Alois Galehr, Harald Gmeiner, Markus Grabher, Egmont Hartwig, Ewald Hotz, Hilda Keemink, Guntram König, Edgar Leissing, Renate Ludescher-Krapez, Hanno Metzler, May-Britt Nyberg Chromy, Dorothea Rosenstock, Wolfgang Schwarzmann, Franziska Stiegholzer, Georg Vith
Kuratorin: May-Britt Nyberg Chromy

Kunst.Vorarlberg
Bahnhofstraße 6
A - 6800 Feldkirch

T: 0043 (0)650 5603603
E: office@kunstvorarlberg.at
W: http://www.kunstvorarlberg.at/

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  •  7. Dezember 2019 12. Januar 2019 /
Lisa Althaus, Gipfele, 2019, Foto: Galehr
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Markus Grabher, Pareidollen, Gips, 2019
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Cornelia Blum-Satler, Zwischen den Stühlen, 2019
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