7. Juni 2019 - 13:53 / Aktuell 

Der aktuell noch als Intendant des Schauspiels Dortmund tätige Kay Voges wird ab 2020/21 das Wiener Volkstheater leiten. Der 47-jährige Theatermann kündigte in ersten programmatischen Überlegungen ein "niederschwelliges Theater" und eine "Factory für Theaterkunst in ästhetischer und politischer Auseinandersetzung mit der Gegenwart" an. Er wolle das Volkstheater zum "fortschrittlichsten Theater Österreichs" machen, betonte Voges im Rahmen einer Medienkonferenz in der Donaumetropole, bei der er offiziell vorgestellt wurde. Das Haus soll seiner Vorstellung zufolge ein Ort für alle Bürger*innen der Stadt sein, "ein Volkstheater der digitalen Moderne".

Der Musik und den Performing Arts sollen bei seiner Arbeit in Wien eine zentrale Rolle spielen, heisst es, zudem auch Digitalisierung und Partizipation.

Noch vor seinem Amtsantritt am Volkstheater wird Voges sein Wien-Debüt jedoch beim Burgtheater geben. An der "Burg" soll er nämlich im Dezember dieses Jahres eine "Endzeit-Oper" unter dem Titel "Dies irae - Tag des Zorns" realisieren. Mit dem dafür zuständigen neuen Burgtheater-Dramaturgen Alexander Kerlin verbinden ihn bereits einige erfolgreiche Projekte. Nach Meinung von Theaterexperten könnte es durchaus sein, dass Kerlin dann unter Voges ans Volkstheater wechselt.