Karin Peschka wurde mit dem „Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton-Wildgans-Preis“ ausgezeichnet

Sprachliche Präzision, erzählerische Eigenständigkeit und ein eindringlicher Blick auf Menschen am Rand der Gesellschaft zeichnen die Autorin aus.

Karin Peschka wurde mit dem „Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton-Wildgans-Preis 2026“ ausgezeichnet. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde ihr von Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), im Haus der Industrie in Wien überreicht.

Die unabhängige Jury – em. Univ.-Prof. Dr. Johann Holzner, ehemaliger Leiter des Brenner-Archivs, Mag. Dr. Manfred Müller, Geschäftsführer der Österreichischen Gesellschaft für Literatur, sowie die Autorin und Wildgans-Preisträgerin Barbara Neuwirth – würdigte Peschka als eine der eigenständigsten Stimmen der österreichischen Gegenwartsliteratur. Ihr Werk verbinde sprachliche Präzision mit einem wachen Blick auf gesellschaftliche Wirklichkeiten und mache Menschen sichtbar, die häufig am Rand der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen.

Karin Peschka, 1967 in Linz geboren, wuchs in Eferding in Oberösterreich auf und lebt heute in Wien. Nach Tätigkeiten im Sozialbereich sowie in der Online-Redaktion widmet sie sich seit vielen Jahren ausschließlich dem literarischen Schreiben. Mit ihrem Debütroman „Watschenmann“ gelang ihr der literarische Durchbruch. Es folgten unter anderem die Romane „Fanni Pold“, „Putzt euch, tanzt, lacht“ und „Dschomba“ sowie der Erzählband „Autolyse Wien“.

In ihren Werken beschäftigt sich Peschka immer wieder mit Fragen von Zugehörigkeit, Erinnerung, gesellschaftlichen Brüchen und den Lebensrealitäten von Außenseitern. Ihre Bücher zeichnen sich durch sprachliche Präzision, feine Ironie und große Empathie für ihre Figuren aus.

Der „Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton-Wildgans-Preis“ wird seit 1962 auf Vorschlag einer unabhängigen Jury vergeben und zählt zu den renommiertesten Literaturauszeichnungen Österreichs. Er würdigt Autorinnen und Autoren der jüngeren oder mittleren Generation mit österreichischer Staatsbürgerschaft, deren Werk von besonderer literarischer und gesellschaftlicher Relevanz ist.

Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern zählen Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard, Christoph Ransmayr, Daniel Kehlmann, Laura Freudenthaler, Wolf Haas und nun Karin Peschka.