So, 03.03.2019 / Ausstellung 
Fr, 15.03.2019 So, 22.09.2019

Die Kunst Carl Strathmanns (1866-1939) entzieht sich jeder Kategorisierung, sie ist höchst originell, bisweilen bizarr und skurril. Mit einer ornamentverliebten Detailversessenheit schuf sich der Künstler eigene Welten von karikaturhaften Märchen, fantastischen Blumenstillleben und Landschaften, symbolistischen Historienbildern und kunsthandwerklichen Entwürfen.

Aufgrund seiner aus dem Rahmen fallenden Bildwelten wie auch wegen seiner geselligen, dandyhaften Persönlichkeit war Strathmann den Zeitgenossen weit über München hinaus ein Begriff. Speziell Lovis Corinth und Wassily Kandinsky schätzten seine Kunst sehr. Obwohl Strathmann in der Fachliteratur über den deutschen Symbolismus und Jugendstil zwar regelmäßig hervorgehoben wird, ist er der Allgemeinheit heute kaum mehr bekannt.

Dies soll die große Ausstellung mit ca. 150 Objekten, die sich zum größten Teil in der Sammlung des Münchner Stadtmuseums befinden, ändern. Hier nämlich befindet sich sein künstlerischer Nachlaß, der alle Aspekte seines Œuvres abdeckt. Dieses Konvolut wurde in seiner Gesamtheit bisher von der Forschung übersehen und damit auch nicht publiziert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Unter anderem finden sich hier auch zahlreiche seiner (Haupt-)Werke, die allgemein als verschollen oder zerstört gelten.

Aus Anlass der Ausstellung werden einige dieser Werke restauriert und erstmals seit den Lebzeiten des Künstlers wieder einem Publikum präsentiert. Die Ausstellung bietet die Gelegenheit, mit Carl Strathmann eine besonders schillernde Künstlerpersönlichkeit Münchens um 1900 zu entdecken und seine außergewöhnliche Kunst neu kennenzulernen.


Jugendstil skurril. Carl Strathmann
15. März bis 22. September 2019
Eröffnung: Do 14. März 19, 19 Uhr

Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
D - 80331 München

T: 0049 (0)89 233 22370
F: 0049 (0)89 233 25033
E: stadtmuseum@muenchen.de
W: http://www.muenchner-stadtmuseum.de/

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  •  Fr, 15.03.2019 So, 22.09.2019 /
Carl Strathmann: Hexensabbat, um 1894. Aquarell und Feder; © Münchner Stadtmuseum
Carl Strathmann: Hexensabbat, um 1894. Aquarell und Feder; © Münchner Stadtmuseum
Carl Strathmann: Froschkönig auf der Flucht, um 1910. Aquarell und Tusche; © Münchner Stadtmuseum
Carl Strathmann: Froschkönig auf der Flucht, um 1910. Aquarell und Tusche; © Münchner Stadtmuseum
Carl Strathmann: Bacchantenzug (Ausschnitt) um 1896. Aquarell und Tusche; © Münchner Stadtmuseum
Carl Strathmann: Bacchantenzug (Ausschnitt) um 1896. Aquarell und Tusche; © Münchner Stadtmuseum