Jubiläumssaison 2026/2027 der Bregenzer Meisterkonzerte

Die Bregenzer Meisterkonzerte feiern in der Saison 2026/2027 ihr 40-jähriges Jubiläum. Die vom Kulturservice der Landeshauptstadt Bregenz veranstaltete Konzertreihe steht seit vier Jahrzehnten für internationale Qualität im Bereich der klassischen Musik, programmatische Vielfalt und eindrucksvolle Konzertabende im Großen Saal des Festspielhauses Bregenz. In der Jubiläumssaison erwarten das Publikum sechs Meisterkonzerte, ein Begleitprogramm in der Klosterkirche Mehrerau, Vermittlungsangebote für Schüler:innen sowie künstlerische Bühnenbild-Interventionen.

Zum Auftakt steht mit Nigel Kennedy eine der unverwechselbarsten Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit im Zentrum. Der Geiger, Pianist und Grenzgänger zwischen Klassik, Jazz und Pop eröffnet am Samstag, dem 14. November 2026, mit „Spiritual Connection” gemeinsam mit „The Kennedy Ensemble” die neue Saison. Das Programm verbindet Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, George Gershwin, Ryuichi Sakamoto, Krzysztof Komeda, Antonio Vivaldi sowie eigene Kompositionen und Arrangements Kennedys. Damit wird die Jubiläumssaison mit einem Abend eröffnet, der musikalische Offenheit, Freiheit und persönliche Handschrift in besonderer Weise vereint.

Das zweite Meisterkonzert am Samstag, dem 5. Dezember 2026, steht unter dem Titel „La Serenissima – Italienische Meisterwerke“. Die „Zagreb Soloists” bringen gemeinsam mit dem Oboisten Ramón Ortega Quero italienische Meisterwerke von Antonio Vivaldi, Domenico Cimarosa, Arcangelo Corelli, Alessandro Marcello, Ottorino Respighi und Francesco Geminiani zur Aufführung. Virtuosität, Klangschönheit und mediterrane Leichtigkeit prägen diesen Abend, der ganz im Zeichen der italienischen Musiktradition steht. Der Künstler Bardh-I Rafet Jonuzi-T wurde eingeladen, die Rückwand der Bühne mit einer Projektion zu bereichern.

Mit den Wiener Symphonikern kehrt am Donnerstag, dem 21. Januar 2027, ein Klangkörper nach Bregenz zurück, der seit Jahrzehnten eng mit der Konzertreihe verbunden ist. Unter der Leitung von Petr Popelka und gemeinsam mit der spanischen Geigerin María Dueñas werden Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonie Nr. 25 in g-Moll, Samuel Barbers Violinkonzert und Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 8 aufgeführt. Die Wiener Symphoniker stehen in dieser Saison sinnbildlich für die künstlerische Kontinuität und gewachsene Verbundenheit, die die Bregenzer Meisterkonzerte seit vielen Jahren auszeichnen.

Ein weiterer Höhepunkt der Saison folgt am Samstag, dem 20. Februar 2027: Sir John Eliot Gardiner, einer der bedeutendsten Interpreten unserer Zeit, bringt mit „The Constellation Orchestra” und „The Constellation Choir” Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe zur Aufführung. Das Werk gilt als eines der großen Monumente der Musikgeschichte – eine Summe geistiger Tiefe, kompositorischer Vollendung und menschlicher Erfahrung. Mit diesem Konzert setzt die Jubiläumssaison einen eindrucksvollen Akzent von besonderer künstlerischer und spiritueller Dichte.

Am Samstag, dem 13. März 2027, gastiert Khatia Buniatishvili mit einem Klavierrezital in Bregenz. Auf dem Programm stehen Werke von Robert Schumann, Johannes Brahms, Frédéric Chopin, Sofia Gubaidulina und Sergej Prokofjew. Die international gefeierte Pianistin verbindet poetische Sensibilität mit leidenschaftlicher Intensität und zählt zu den markantesten Musikerpersönlichkeiten ihrer Generation. Sie steht für jene Ausdruckskraft, die große Konzertabende nachhaltig prägt. Der Vorarlberger Künstler Lorenz Helfer wird die Bühnenwand gestalten.

Den Abschluss der Saison 2026/2027 bildet am Samstag, dem 3. April 2027, das Orchestra Sinfonica di Milano unter der Leitung von Nir Kabaretti mit Maxim Rysanov als Solist. Auf dem Programm stehen Giuseppe Verdis Ouvertüre zu „La forza del destino”, Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt” sowie die Uraufführung des Konzerts „für Viola und Orchester” des Vorarlberger Komponisten Richard Dünser – ein Kompositionsauftrag, der im Jubiläumsjahr bewusst ein Zeichen für die Förderung von Komponist:innen aus Vorarlberg setzt.

Mit den Bregenzer Meisterkonzerten werden zudem Verbindungen zwischen den Kunstsparten geschaffen. Für ausgewählte Konzerte gestalten Vorarlberger Künstler:innen eigenständige Bühnenbild-Interventionen und visuelle Akzente. Dadurch entstehen neue Perspektiven auf die Musik und zugleich zusätzliche Plattformen für regionales Kunstschaffen.