Jetzt mal keine Politik! Cartoons von 1984 bis 2018

Die Ausstellung zum 90. Geburtstag der Zeichnerlegende zeigt neue, bislang unveröffentlichte Cartoons aus dem "Unruhestand". Mehr als 60 Jahre lang hat der Karikaturist Ironimus mit spitzer Feder das politische Zeitgeschehen aufs Korn genommen, ehe er sich Ende 2014 zur Ruhe setzte. Zu seinem 90. Geburtstag präsentiert das Karikaturmuseum Krems jetzt erstmals eine Ausstellung mit seinen besten nicht politischen Zeichnungen: feinsinnige Cartoons und hintergründige Beobachtungen, die mit der Doppelbödigkeit des Lebens und der Kunst spielen – und uns die Absurdität der kleinen, alltäglichen Momente vor Augen führen.

Ironimus, mit bürgerlichem Namen Gustav Peichl, wurde 1928 in Wien geboren. Er veröffentlichte bereits mit 18 Jahren seine ersten Zeichnungen und arbeitete über 60 Jahre lang als Karikaturist für Die Presse, die Süddeutsche Zeitung, den Stern, Die Weltwoche und die Vorarlberger Nachrichten. Mit mehr als 12.000 Karikaturen, über 30 Büchern und rund 100 Ausstellungen blickt er auf eine beispiellose Karriere zurück, seine ORF-Sendungen Die Karikatur der Woche und Der Jahresrückblick in der Karikatur erreichten ein Millionenpublikum. Unter seinem bürgerlichen Namen wurde er als Architekt bekannt, zum Beispiel durch den Bau der ORF-Landesstudios, des Städel Museums in Frankfurt am Main und der Bundeskunsthalle in Bonn.

Die Ausstellung wird von Gottfried Gusenbauer, künstlerischer Direktor des Karikaturmuseum Krems, und Markus Peichl, Galerist und Ironimus" Sohn, kuratiert. Sie zeigt über 50 Zeichnungen aus den Jahren 1948 bis 2018, darunter neue, bislang unveröffentlichte Blätter, die erst vor Kurzem entstanden sind.


Jetzt mal keine Politik!
Cartoons von 1984 bis 2018
3. März bis 27. Mai 2018