6. Dezember 2008 - 3:42 / Ausstellung / Archiv 
28. November 2008 8. Dezember 2008

Vom 28. November bis 8. Dezember 2008 zeigt Markus Prachensky in einer Ausstellung im Wiener Künstlerhaus mit rund 60 Acryl-Arbeiten auf Leinwand und Papier einen Querschnitt seiner Werke aus den letzten Jahren. Bereits 1956 entwickelt Prachensky, beeinflusst von architektonischem Denken seine typische Bildsprache.

Noch im selben Jahr gründet Prachensky gemeinsam mit Wolfgang Hollegha, Josef Mikl und Arnulf Rainer die Künstlergruppe "Galerie St. Stephan" unter der Schirmherrschaft von Kunstfreund Monsignore Otto Mauer; 1957 findet bereits die erste wichtige Ausstellung dieser Künstlergruppe in der Wiener Secession statt. Auslandsaufenthalte – u.a. in Paris – folgen, wo er wichtige Künstlerkollegen wie Yves Klein, Sam Francis und Pierre Soulages kennenlernt. 1959 erregen seine Farbaktionen "Peinture liquide" auf offener Bühne des Wiener Theaters am Fleischmarkt (und 1960 im Stadttheater Aschaffenburg) sowie das Bemalen einer zehn Meter langen Leinwand mit roter Farbe grosses Aufsehen.

Im selben Jahr entsteht die Serie "rouge sur blanc", die in der von Julien Alvard konzipierten Ausstellung "Antagonismes" im Wiener Künstlerhaus und im Pariser Louvre gezeigt wird. Markus Prachensky nimmt an der Documenta II in Kassel teil.Und immer wieder dominiert in Prachenskys Arbeiten die Farbe rot, die zur Auseinandersetzung zwingt. In späteren Jahren erweitert sich seine Farbpalette um Gelb, Grün, Violett, Blau und Braun. Aus seinen frühen streng geometrischen Kompositionen entwickelt sich Mitte der 50er Jahre seine unverwechselbare tachistische Malweise.

1967 reist er nach New York, richtet sich längere Jahre ein Atelier in Los Angeles ein und malt die "Californian paintings". Anlässlich einer umfangreichen Retrospektive im Kunstverein Hannover kehrt er 1970 nach Europa zurück. Ab Mitte der 70er Jahre werden die Bildzyklen nicht mehr nach den Orten der Entstehung, sondern nach seinen zahlreichen Reise-Impressionen, oft verknüpft mit musikalischen Anspielungen, benannt: Umbria Quartetto (1989), Bonifacio (1996), Luxor Swing (1997), California revisited (2001), Senatus Populusque Romanus (2004), Swing de Provence, (2007) etc. Prachensky, bis 1972 zu den Künstlern der Galerie nächst St. Stephan zählend, wird seit Gründung der Galerie Ulysses 1974 in Wien von dieser vertreten. Er gilt als einer der wichtigsten Informel-Maler in Österreich.

Markus Prachensky
28. November bis 8. Dezember 2008

Künstlerhaus Wien
Karlsplatz 5
A - 1010 Wien

T: 0043 (0)1 587 96 63
F: 0043 (0)1 587 87 36
E: office@k-haus.at
W: http://www.k-haus.at/

weitere Beiträge zu dieser Adresse



  •  28. November 2008 8. Dezember 2008 /
6361-636101.jpg
Farnesina Dixie, 2006. Acryl auf Leinwand, 200 x 125 cm
6361-636102.jpg
Senatus Populusque Romanus, 2004. Acryl auf Leinwand
6361-636103.jpg
Puglia marina, 1977. Acryl auf Leinwand