Das Hotel Savoy wird in Joseph Roths Roman zur Metapher für die aus den Fugen geratene Welt nach dem Ersten Weltkrieg. Es beherbergt schräge Gestalten, die ihr Leben organisieren, Geschäfte betreiben und hier ein Stück Heimat finden. So auch Gabriel Dan, der nach drei Jahren Kriegsgefangenschaft und einem Leben auf Wanderschaft ein Zimmer bezieht, das er mit Zwonimir Pansin, einem Agitator aus Liebe zur Unruhe, teilt. In der Stadt herrscht eine aufständische Atmosphäre. Herumlungernde Heimkehrer haben keine Perspektive, die Arbeiter murren und werden von Fabrikant Neuner vertröstet, denn es gibt Hoffnung: die Ankunft des Milliardärs Bloomfield aus Amerika.

"Es gibt sehr viele Argumente, das Leben zu hassen, aber es gibt auch einen menschlichen Grund, das Leben zu lieben und weiterzuleben. Roths Geschichten sind ein Argument gegen den Pessimismus, obwohl sie viele Argumente enthalten, pessimistisch zu denken." Koen Tachelet

Hotel Savoy, Uraufführung
Nach dem Roman von Joseph Roth
In einer Fassung von Koen Tachelet
Premiere: 7. Oktober 2010, 19 Uhr

Regie: Johan Simons, Bühne: Bert Neumann, Kostüme: Nina von Mechow, Musik: Warre Simons, Licht: Lothar Baumgarte, Dramaturgie: Matthias Günther
Mit: Stephan Bissmeier, Pierre Bokma, Katja Herbers, Brigitte Hobmeier, Nico Holonics, André Jung, Stefan Merki, Wolfgang Pregler, Steven Scharf

Weitere Vorstellungen:

09./ 10./ 11./ 13./ 14./ 16./ 18./ 19./ 21./ 24./ 25. Oktober 2010
02./ 03./ 05./ 11./ 12./ 14./ 15./ 28. November 2010
01./ 09./ 14./ 15./ 18./ 20./ 22./ 29. Dezember 2010

Münchner Kammerspiele, Spielhalle
Falckenbergstraße 1
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  •  7. Oktober 2010 29. Dezember 2010 /
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Steven Scharf; Foto LSD/Lenore Blievernicht
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v.l.n.r.: Stefan Merki, Steven Scharf; Foto LSD/Lenore Blievernicht
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Steven Scharf; Foto LSD/Lenore Blievernicht