3. August 2016 - 2:12 / Ausstellung / Archiv 
20. Mai 2016 14. August 2016

Vor vierzig Jahren, am 28. Januar 1976, starb in Köln Marcel Broodthaers. Mit einer eigenen Ausstellung erinnert das Wallraf nun an den international bedeutenden Künstler, Poeten, Fotografen und Filmemacher, der mit der Gründung eines eigenen Museums (Musée d’Art Moderne) bekannt wurde.

"Das Gedächtnis, die Stadt und die Kunst II – Für Marcel Broodthaers" (20. Mai bis 14. August 2016) ist eine Hommage an den Künstler und stark von dessen experimenteller Ausstellungspraxis beeinflusst. Auf ironisch-selbstkritische Weise setzt sie sich mit der Institution Museum auseinander. In vier "Sektionen" werden an unterschiedlichen Orten im Wallraf die gängigen Ordnungssysteme und Repräsentationsformen von Kunst in Frage gestellt.

Neben Broodthaers" Arbeit "Museum Museum" von 1972 und einigen seiner literarischen Werke zeigt das Kölner Haus dabei vor allem Blätter aus der eigenen Graphischen Sammlung – unter anderem auch Zeichnungen der so genannten "II. Wahl". Dabei handelt es sich zum größten Teil um anonyme Werke, die als ästhetisch minderwertig eingestuft wurden und bislang noch nie in einer Ausstellung zu sehen waren. Die Sonderschau ist somit keine herkömmliche Ausstellung, sondern eine "Versuchsanordnung im Stil des Arrangements", um es mit Broodthaers zu sagen.


Das Gedächtnis, die Stadt und die Kunst II – Für Marcel Broodthaers
20. Mai bis 14. August 2016

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Obenmarspforten (am Kölner Rathaus)
D - 50667 Köln

W: http://www.wallraf.museum

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