Herzog Blaubarts Burg

Judith folgt Blaubart in seine dunkle Burg. Im Glauben, sie mit ihrer Liebe erhellen zu können, bringt sie ihn dazu, ihr nach und nach alle verborgenen Räume aufzuschließen. So entdeckt sie die Folterkammer, die Waffenkammer, den Zaubergarten, die Schatzkammer und das Land. Die Burg ist nun hell, doch hinter allen Türen befindet sich Blut. Vergeblich warnt Blaubart Judith vor den letzten beiden Türen. So findet sie hinter der einen Tür den Tränensee und hinter der anderen Blaubarts frühere Frauen, in ewiger Schönheit erstarrt.

Béla Bartóks einzige Oper „Herzog Blaubarts Burg” führt in die Psyche eines Mannes, dessen Burg mehr ist als ein Gebäude – sie ist sein Innerstes, ein Labyrinth aus Geheimnissen, verborgenen Wahrheiten und unterdrücktem Schmerz. Judith betritt als Blaubarts neue Frau diesen düsteren Kosmos und verlangt Antworten. Doch wie weit darf man gehen, wenn man wissen will? Und welche Türen sollte man besser geschlossen halten? Die Bühne wird zum Schauplatz eines Rekonstruktionsprozesses, in dem Spuren, Aufnahmen und Erinnerungen die düstere Wahrheit hinter Blaubarts Geschichte nachzeichnen.

Mit tiefen, wuchtigen Klangfarben, dissonanten Spannungen und bedrohlich anschwellenden Orchesterpassagen verstärkt Bartóks Musik den Eindruck eines Albtraums, der reich an tiefgründiger Symbolik ist – und fasst die verstörende Verbindung von Liebe, Macht und Gewalt in eindringliche Seelenklänge. Ein Opernmonument von beklemmender Intensität, ein Opernabend, der nicht loslässt.

Herzog Blaubarts Burg
Béla Bartók, Eberhard Kloke

Ab Sonntag, dem 15. März 2026

Mit Katerina Hebelkova, Mischa Schelomianski, Christian-Manuel Oliveira (Sprecher des Prologs).

Es spielt das Symphonieorchester Vorarlberg.

Musikalische Leitung: Yannis Pouspourikas
Inszenierung: Dieter Kaegi
Bühne und Kostüm: Francis O’Connor
Licht: Mario Bösemann
Assistenz musikalische Leitung: Martin Gallez

Bregenzer Premiere: Sonntag, 15. März, 19:30 Uhr, Großes Haus

Vorstellungen: Do., 19. und Fr., 27. März, jeweils um 19:30 Uhr sowie Sa., 21. und So., 29. März, jeweils um 17:00 Uhr, Großes Haus

Eine Produktion des TOBS Theater Orchester Biel Solothurn