Ellida Wangel ist eine Frau, die in der Enge eines konventionellen Lebens gefangen ist und von einer unbändigen, unbestimmten Sehnsucht getrieben wird – einer Sehnsucht nach etwas, das sie selbst nicht ganz greifen oder benennen kann. Immer wieder treiben ihre Gedanken sie hinaus zum Wasser, zum wilden Ozean, zum Offenen: zu einer Vergangenheit, die sie nicht loslässt. Von der Sicherheit und Fürsorge ihres Ehemanns erstickt, sieht sie sich von der Erinnerung an eine alte Liebe verfolgt. Ein Seemann, der ihr einst ein Versprechen abnahm, ist nach Jahren zurückgekehrt. Ellida gelangt an einen Wendepunkt, der ihr Leben und das ihrer Familie für immer verändern kann.
„Die Frau vom Meer” stellt Fragen von existenzieller Dringlichkeit. Was bedeutet es, ein selbstbestimmtes Leben zu führen? Wie viel Freiheit erträgt eine Beziehung? Und kann man sich je ganz von der Vergangenheit lösen?
Es geht um Autonomie und das Recht, seinen eigenen Weg zu gehen – unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen. Doch während Ibsens Protagonistinnen diesen Kampf oft mit Trotz oder offener Rebellion führen, ist Ellidas Konflikt leiser und innerlicher. Ihre Sehnsucht schreit nicht laut hinaus, sondern wächst Tag für Tag und nimmt nach und nach mehr Raum in ihr ein – drängend und unausweichlich.
Eine Geschichte von großer emotionaler Wucht. Eine Geschichte über die Suche nach dem Selbst und individueller Freiheit. Eine Geschichte über das, was bleibt, wenn die Wellen sich glätten – und über das, was immer weiterruft.
Mit Elias Baumann, Isabella Campestrini, Tobias Fend, Luzian Hirzel, Maria Lisa Huber und Nurettin Kalfa.
Die Frau vom Meer
von Henrik Ibsen, Deutsch von Hans Egon Gerlach
Ab Samstag, dem 21. Februar 2026
Regie: Danielle Fend-Strahm
Bühne und Kostüm: Matthias Strahm
Musik: Moritz Widrig
Licht: Simon Tamerl
Dramaturgie: Tobias Fend
Matinee: Sonntag, 15. Februar, 11:00 Uhr, T-Café (Eintritt frei)
Premiere: Samstag, 21. Februar 2026, 19:30 Uhr, Großes Haus
Weitere Vorstellungen: Dienstag, 24. Februar, Freitag, 27. Februar, Samstag, 2. März, Sonntag, 3. März, Mittwoch, 13. Mai, jeweils um 19:30 Uhr im Großen Haus.
Publikumsgespräch: Sonntag, 3. Mai, im Anschluss an die Vorstellung im T-Café (Eintritt frei)