Am 26. Januar 2026 ist das Kammerorchester Basel im Kulturhaus Dornbirn zu Gast. Die Gegenüberstellung von Cherubini, Méhul und Beethoven eröffnet einen vielschichtigen Blick auf eine Epoche, in der künstlerischer Anspruch, politisches Denken und persönliche Haltung untrennbar miteinander verbunden waren. Tickets sind online unter www.events-vorarlberg.at oder bei der Stadtmarketing & Dornbirn Tourismus GmbH erhältlich. Konzertbeginn ist um 19:30 Uhr. Um 19:00 Uhr führt Bettina Barnay-Walser in das Programm ein.
Im Zentrum des Abends stehen Werke von Luigi Cherubini, Étienne-Nicolas Méhul und Ludwig van Beethoven, deren ambivalentes Verhältnis zu Napoleon Bonaparte zwischen politischer Nähe, kritischer Distanz und offenem Freiheitsstreben oszillierte. Diese Spannungen prägen eine Musik zwischen revolutionärem Pathos und persönlicher Haltung, die sich besonders eindrücklich in Beethovens Musik zu Goethes „Egmont“ manifestiert. Zugleich eröffnet die Werkauswahl einen reizvollen musikgeschichtlichen Dialog. Cherubini und Méhul waren zwar verlegerisch verbunden, begegneten einander künstlerisch jedoch mit Reserviertheit, während Beethoven Méhul ausdrücklich bewunderte und dessen Einfluss in seinen eigenen Werken unüberhörbar ist.
Die Sopranistin Anett Fritsch gestaltet die Gesangspartien des Abends und Dominique Horwitz verbindet als Sprecher Musik und Wort zu einem durchgehenden dramaturgischen Bogen. Ergänzt wird das Programm durch den Text „Brief an Medea” von Helga Novak, der einen zeitgenössischen Akzent setzt. Mit Anett Fritsch und Dominique Horwitz wirken zwei Künstlerpersönlichkeiten mit, die für musikalisch-literarische Projekte von besonderer Ausdruckskraft stehen.
Das Kammerorchester Basel genießt international Anerkennung für seine eigenständigen Programme und seine konsequente Arbeit jenseits institutioneller Routinen. Giovanni Antonini ist seit der Saison 2015/2016 Principal Guest Conductor des Orchesters und zählt zu den profiliertesten Dirigenten des barocken und klassischen Repertoires.
„Heldentaten“: Kammerorchester Basel mit historisch-politischem Programm
Programm
- Luigi Cherubini: Médée, Ouvertüre
- Luigi Cherubini: Einleitung zur Arie „Dieux et déesses tutélaires”
- Helga Novak: „Brief an Medea”
- Étienne-Nicolas Méhul: „Symphonie Nr. 1 g-Moll”
- Ludwig van Beethoven: Musik zu „Egmont”, op. 84
Termin
Montag, 26. Januar 2026
Kulturhaus Dornbirn
19:00 Uhr: Einführung
19:30 Uhr: Konzertbeginn