8. April 2019 - 4:44 / Ausstellung / Malerei 
12. April 2019 14. Juli 2019

Die Hamburger Kunsthalle lädt dazu ein, das spannungsreiche 19. Jahrhundert aus der Sicht der »Hamburger Schule« zu entdecken. Die Ausstellung präsentiert die Situation der Künste und deren Strukturen im Hamburg des 19. Jahrhunderts. Rund 120 Gemälde, Zeichnungen und Graphiken, darunter zahlreiche Hauptwerke der beteiligten Künstler, bieten einen repräsentativen Überblick über ein ganzes Jahrhundert Kunstschaffen in Hamburg.

Da in Hamburg eine Kunstakademie fehlte, mussten die angehenden Maler zur Ausbildung und Vervollkommnung ihrer technischen Fertigkeiten andere Zentren aufzusuchen. Wichtige Anlaufstellen für die Hamburger waren insbesondere die Kunstakademien von Kopenhagen, Dresden, München und Düsseldorf. Gleichzeitig wurde der Blick gen Norden und Süden geweitet: Von nachhaltiger Wirkung waren dabei die Studienreisen nach Skandinavien und Italien. Die Ausstellung untersucht die produktiven Wechselwirkungen der Künstler mit diesen Orten und analysiert, wie die neuen Erfahrungen auch nach deren Rückkehr in die Hansestadt weiterwirkten.

In der Ausstellung werden die maßgeblichen Protagonisten, die über den Zeitraum eines ganzen Jahrhunderts in Hamburg wirkten oder aber maßgebliche Teile ihres Werkes in der Hansestadt schufen, u. a. Philipp Otto Runge, Erwin Speckter, Jacob Gensler, Valentin Ruths und Thomas Herbst in Szene gesetzt. Der Bogen spannt sich dabei von den um 1800 entstandenen, klassizistisch wie romantisch beeinflussten Werken, nimmt die sich daran anschließenden, realistisch-wirklichkeitsnahen Tendenzen ab den 1820er-Jahren in den Blick, um mit Positionen des Naturalismus, des Impressionismus und des Jugendstils das schrittweise Aufkommen der Avantgarde im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts zu verfolgen. Neben etablierten Künstlergrößen werden dabei viele Persönlichkeiten ans Licht geholt, die zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg. Anlass ist ein Doppeljubiläum: 2019 jährt sich die Gründung der Kunsthalle zum 150. Mal und diejenige der Universität zum 100. Mal.

Hamburger Schule
Das 19. Jahrhundert neu entdeckt
12. April bis 14. Juli 2019
Eröffnung: Do 11. April 19, 19 Uhr

Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall
D - 20095 Hamburg

T: 0049 (0)40 428 131 200
F: 0049 (0)40 428 5434 09
E: info@hamburger-kunsthalle.de
W: http://www.hamburger-kunsthalle.de/

weitere Beiträge zu dieser Adresse



  •  12. April 2019 14. Juli 2019 /
Valentin Ruths (1825 – 1905): Das Baumhaus am Hamburger Hafen, 1850. Öl auf Leinwand auf Pappe, 49,4 x 75 cm; © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Elke Walford
Valentin Ruths (1825 – 1905): Das Baumhaus am Hamburger Hafen, 1850. Öl auf Leinwand auf Pappe, 49,4 x 75 cm; © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Elke Walford
Christian Morgenstern (1805– 1867): Helgoland im Mondlicht, 1851. Öl auf Leinwand, 83,3 x 118,6 cm; © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Christoph Irrgang
Christian Morgenstern (1805– 1867): Helgoland im Mondlicht, 1851. Öl auf Leinwand, 83,3 x 118,6 cm; © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Christoph Irrgang
Erwin Speckter (1806–1835): Die Schwestern Malvine, Hermine, Adelheid und Ida Speckter, 1825. Öl auf Leinwand, 38 x 37,7 cm; © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Elke Walford
Erwin Speckter (1806–1835): Die Schwestern Malvine, Hermine, Adelheid und Ida Speckter, 1825. Öl auf Leinwand, 38 x 37,7 cm; © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Elke Walford
Hermann Kauffmann d.Ä. (1808– 1889): Hermann Kauffmann und Georg Haeselich in Kauffmanns Münchner Atelier, 1830. Öl auf Leinwand, 52,5 x 45,3 cm; © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Elke Walford
Hermann Kauffmann d.Ä. (1808– 1889): Hermann Kauffmann und Georg Haeselich in Kauffmanns Münchner Atelier, 1830. Öl auf Leinwand, 52,5 x 45,3 cm; © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Elke Walford