Seit 1999 begeistert die Geschichte des Grüffelo von Julia Donaldson mit den liebevoll illustrierten Bildern von Axel Scheffler Familien auf der ganzen Welt. „Der Grüffelo“ wurde mehr als 18 Millionen Mal verkauft und in über 110 Sprachen und Dialekten übersetzt. Rund 9,8 Millionen Zuschauer:innen verfolgten die Erstausstrahlung der Verfilmung im Jahr 2009.
Gemeinsam mit dem Grüffelokind, Stockmann, Räuber Ratte, Drache Zogg und weiteren Figuren zählt der Grüffelo seit mehr als 25 Jahren zum Bilderkosmos von Donaldson und Scheffler. Vor einer spielerisch farbenfrohen Bildkulisse werden in den Büchern des Erfolgsduos grundlegende Werte thematisiert. Die Geschichten erzählen in einfach einprägsamer, gereimter Sprache von Mut, Selbstvertrauen, dem Überwinden von Ängsten, Freundschaft und Zusammenhalt.
Der Ausstellungsrundgang im Karikaturmuseum Krems erzählt die Geschichte der schlauen Maus, die sich mit dem erfundenen Waldmonster Grüffelo vor ihren Fressfeinden schützt. Besucher:innen treffen beim farbenfrohen Streifzug durch den Wald auf den Fuchs, die Eule, die Schlange – und natürlich auch auf den Grüffelo. Unerwartet zum Leben erweckt, wird schließlich auch das Ungeheuer von der Maus ausgetrickst. Die Ausstellung „Grüffelo & Co“ bietet einen genauen Blick auf das furchteinflößende Ungeheuer mit all seinen liebevoll gezeichneten Details. Vom braunen, zotteligen Fell über die scharfen Krallen und die spitzen Hauer bis zur grünen Warze auf der Nase ist alles zu sehen.
Zauberhaft sind auch die Illustrationen aus der Fortsetzung „Das Grüffelokind“. Eingebettet in eine stimmungsvolle Winterlandschaft folgen Groß und Klein in der Familienschau dem Grüffelokind zu unterschiedlichen Tieren und ihren Spuren. Bilder vom schlafenden Grüffelo mit seinem Kind in einer Höhle oder von der Maus, die das Grüffelokind mit Schattenspielen überlistet, zeugen von Axel Schefflers feinfühligem Zeichenstil.
Ausgewählte Illustrationen aus „Stockmann” erzählen im Karikaturmuseum Krems von der Kraft der Hoffnung und der Bedeutung von Familie. Oft missverstanden, zweckentfremdet und bedroht, begleiten die Besucher:innen des Museums einen Ast auf seiner abenteuerlichen Reise zurück zu seiner Familie. Der Stockmann wird beispielsweise als Fahnenmast für eine Sandburg, als Boomerang und als Arm eines Schneemanns gezeigt.
In der gleichnamigen Geschichte veranschaulicht der orange Drache Zogg, wie wichtig es ist, seinen eigenen Weg zu gehen und sich dabei von seinen Träumen leiten zu lassen. Mit schwarzem Umhang und breitkrempigem Hut galoppiert Räuber Ratte durchs Museum und erinnert daran, dass Unrecht nicht ungestraft bleibt. Auf einem Besen und von vielen Tieren umgeben, beweist die freundliche Hexe aus „Für Hund und Katz ist auch noch Platz“, dass Hilfsbereitschaft belohnt wird.
Axel Scheffler (* 1957 in Hamburg) zählt zu den weltweit beliebtesten Kinderbuchillustrator:innen. Bevor er Kunstgeschichte (Hamburg) und Grafik (Corsham) studierte, wollte er in jungen Jahren Tierforscher werden. So finden sich in seinen Cartoons, Illustrationen und satirischen Gelegenheitsbildern unterschiedliche Tiere, aber auch dicknasige Menschen. Als seine Vorbilder nennt er unter anderem Saul Steinberg, Tomi Ungerer und Sempé, aber auch Rotraut Susanne Berner und Wolf Erlbruch.
Bereits vor dem „Grüffelo“ kam es ab 1992 mit „Mein Haus ist zu eng und zu klein“ (Erstveröffentlichung 1993) zu einer wiederholten Zusammenarbeit von Julia Donaldson (* 1948) und Axel Scheffler. Die englische Autorin entwickelt die Ideen für die gemeinsamen Bücher. Von ihr stammen ebenso die Texte, die von einem musikalischen Rhythmus und oft refrainartigen Wiederholungen geprägt sind. Scheffler erhält die Manuskripte über die Verlage Macmillan Children’s Books und Scholastic und lässt sich davon zu seinen Bildern inspirieren.
Grüffelo & Co.
Die Bilderbuch-Welt von Axel Scheffler und Julia Donaldson
Bis zum 1. Juli 2026