27. Mai 2020 - 19:43 / Aktuell / Bücher 

Wie der Aufsichtsrat der Frankfurter Buchmesse entschieden hat, soll dieses weltweit wichtigste Schaufenster für gedruckte und digitale Inhalte in diesem Herbst trotz Coronavirus-Pandemie über die Bühne gehen. Geplant sei, die Bücherschau vom 14. bis 18. Oktober auf dem Messegelände, dezentral in der Stadt und zeitgleich virtuell stattfinden zu lassen.

In den vergangene Jahren waren jeweils immer mehr als 300.000 Besucher nach Frankfurt geströmt und fast 7.500 Aussteller aus über 100 Ländern angereist. Die Frankfurter Buchmesse wurde 1949 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels gegründet. Seit 1976 werden regionale und thematische Schwerpunkte gebildet; seit 1988 stellt die Messe in jedem Jahr die Literatur und Kultur eines Gastlandes in den Mittelpunkt. Dieses Jahr ist ist dies Kanada. Mit dem Ausrichter des Ehrengast-Auftritts werde "über ein der Situation angepasstes Konzept" beraten, heisst es aus Frankfurt.

Ein detailliertes Gesundheits- und Hygienekonzept gewährleiste die Sicherheit von Besuchern, Ausstellern und Mitarbeitern, teilte die Buchmesse mit. Buchmessen-Direktor Juergen Boos sagte: "In diesem Jahr ist es wichtiger als je zu vor, die Frankfurter Buchmesse durchzuführen." Aber man gehe davon aus, dass auch im Oktober "noch eine ganze Reihe an Einschränkungen für Veranstaltungen bestehen werden".

Im Frühjahr waren wegen der Corona-Pandemie zahlreiche große deutsche Literaturevents abgesagt oder ins Internet verlegt worden, etwa die Leipziger Buchmesse oder die Lit.Cologne. Auch andere Messen in Frankfurt wurden gecancelt oder verschoben, beispielsweise die Musikmesse oder die Konsumgütermesse "Tendence".