11. Januar 2017 - 4:32 / Aktuell 

Die Galerie der Stadt Tuttlingen eröffnet am kommenden Freitag, den 13. Januar, 19.00 Uhr die Ausstellung des renommierten französischen Installations- und Fotokünstlers Georges Rousse. Den Ausgangspunkt der Ausstellung bildet das Fotokunstwerk "Tuttlingen 2016", das im Juni des vergangenen Jahres im Bahnhof von Tuttlingen entstanden ist. Darüber hinaus zeigt Rousse eine Raumintervention mit dem Schriftzug "Utopia" in Anspielung auf eine ebenfalls zu sehende aktuelle Werkserie, die in Guise/Frankreich entstanden ist. Weitere Beispiele seiner weltweit entstandenen Arbeiten runden den Einblick in das Schaffen des Künstlers an verschiedensten Schauplätzen ab.

Die bildliche Erinnerung an Orte steht am Ursprung des künstlerischen Werks von Georges Rousse und bleibt bei allen Weiterentwicklungen, Neuerfindungen und Rückgriffen, die er seither vollzogen hat, als Kern der Bildentstehung bestehen. Sein künstlerisches Oeuvre nahm seinen Anfang, als er begann, sich selbst in diese Orte einzubringen, Räume zu seinem Künstleratelier zu machen und gestalterisch zu verwandeln. Hierin hat er Ähnlichkeit mit den Künstlern der Land Art von Walter de Maria bis Christo, deren künstlerisches Vorgehen ebenfalls darin besteht, Orte vorübergehend in Skulptur zu verwandeln. Anders als bei diesen ist Rousses´ Fotografie bei weitem mehr als ein Dokument der zeitlich begrenzten Installationen. Bei Rousse ist die Fotografie das eigentliche Kunstwerk, alle Eingriffe in das Vorgefundene sind nur Wege, die auf nichts anderes als auf die Fotografie hinzielen. Mit Mitteln der Malerei, Skulptur und Collage arbeitet er auf den einen Moment hin, an dem alles perfekt an Ort und Stelle ist und er den Auslöser seiner Kamera drücken kann.


Georges Rousse
14. Januar bis 12. Februar 2017

Galerie der Stadt Tuttlingen
Rathausstraße 7
D - 78532 Tuttlingen

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