27. August 2017 - 4:14 / Ausstellung 
14. September 2017 25. März 2018

Sechs Jahrzehnte Wiener Pop-Geschichte, dargestellt anhand von Hotspots der Musikszene. Die Tour führt zu Lokalen, Diskotheken, besetzten Häusern, Radiostationen und Studios: vom Künstlertreff Strohkoffer, in dem Helmut Qualtinger seine Figur des "Halbwilden" entwickelte, über den Folkclub Atlantis und die 80er-Kultdisco U4 bis zum Studio von Kruder & Dorfmeister, wo in Wohnzimmeratmosphäre der coole Wiener Downbeat der 90er-Jahre erfunden wurde. Das rhiz am Gürtel bietet bis heute der harschen Elektronik ein Domizil.

Die einflussreichsten Musikerinnen und Musiker haben in der Ausstellung ihren Auftritt. Wolfgang Ambros spielt den "Hofa", Falcos "Kommissar" geht um. Anarchobands wie Novaks Kapelle oder Drahdiwaberl lassen die Fetzen fliegen, die Schmetterlinge protestieren mit der "Proletenpassion". Studio-Equipment erinnert an die Glanzzeiten der international gefeierten Wiener DJ-Szene, ehe die Ausstellung mit Acts wie Gustav, Wanda und Bilderbuch in der Gegenwart landet.

Es gibt viel zu hören (mehr als 40 AV-Stationen!), aber auch zu sehen: unbekanntes Archivmaterial, Videos, Flyer, Konzertfotos, Plattencover, Bühnenoutfits und Lifestyle-Accessoires, Musikinstrumente und Kurioses. Ganz Wien als Pop-Stadt. Die Donau außer Rand und Band.


Ganz Wien. Eine Pop-Tour
14. September 2017 bis 25. März 2018

Wien Museum
Felderstraße 6-8
A - 1010 Wien

T: 0043 (0)1 4000 8400
E: office@wienmuseum.at
W: http://www.wienmuseum.at/

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Plakat 'Novak?s Kapelle' mit Walter 'Walla' Mauritz, Paul Braunsteiner, Peter Travnicek, Erwin Novak, um 1971. Entwurf: Paul Braunsteiner; © Archiv Karl Vollmann
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Georg Danzer übergibt Frau Josefine Hawelka die Single 'Jö schau', 1975; Foto: Wolfgang Sos
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Friedensreich Hundertwasser im 'Strohkoffer', 1953; Foto: Erich Lessing. © ÖNB, Bildarchiv und Grafiksammlung
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Wolfgang Ambros: 'Es lebe der Zentralfriedhof', LP, 1975; Foto: Wolfgang Sos