18. Juni 2019 - 12:32 / Aktuell 

Der mit 25'000 Euro dotierte Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht in diesem Jahr an den brasilianischen Fotografen Sebastiao Salgado. Dies hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Berlin bekannt gegeben. Mit dem Preis werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die in Literatur, Wissenschaft oder Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen haben.

Der Dachverband der Buchbranche zeichnet mit Salgado einen Künstler aus, "der mit seinen Fotografien soziale Gerechtigkeit und Frieden fordert und der weltweit geführten Debatte um Natur- und Klimaschutz Dringlichkeit verleiht", wie es zur Begründung hiess. In seinen konsequent in Schwarz-Weiss gehaltenen Bildern porträtiere er durch Kriege oder Klimakatastrophen entwurzelte Menschen, aber auch solche, die in ihrer natürlichen Umwelt verwurzelt seien. Und er mache "die geschändete Erde ebenso sichtbar (…) wie ihre fragile Schönheit," ist der Begründung weiters zu entnehmen.

Neben seiner künstlerischen Arbeit wird Salgado auch als Naturschützer geehrt. Mit seinem Instituto Terra in Brasilien leiste er einen Beitrag zur Wiederbelebung von Biodiversität, wie der Börsenverein hervorhob. Der 75-Jährige wuchs auf einer Rinderfarm im Bundesstaat Minas Gerais auf, die er Ende der 1990er Jahre aufforstete und in ein Naturschutzgebiet umwandelte. Mit seiner Frau, einer Architektin, lebt er in Paris. Er hat zwei erwachsene Söhne.