verfasst von Haimo L. Handl / 8. März 2015 - 4:02 / Wort zum Sonntag
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Wir gedenken. Alle Jahre wieder. Geburtstage, Todestage, Kriegsbeginne, Kriegsenden, Katastrophen, Siegen, wundersame Erscheinungen, Sporterfolge, ausgestorbener Arten, Frauen. Obwohl weibliche Menschen, Frauen, mehr als die Hälfte der Menschheit bilden, gedenken wir ihrer am Frauentag, weil es nichts zu feiern gibt, weil die meisten Frauen, vor allem in der Dritten Welt, die nicht mehr so heißt, vor allem im Islam, der nicht mehr kritisiert werden darf, oder in der Kastengesellschaft in Indien, dem Land mit den höchsten Vergewaltigungszahlen, wie Dinge, wie Sklavinnen gehalten werden.

Gegen diesen barbarischen Hintergrund hebt sich die doch bessere Lage der Frauen im vielgeschmähten Westen und auch politischen Osten ab. Es handelt sich aber nur um graduelle Unterschiede. Auf dem Papier gilt zwar eine Gleichheit. Und tatsächlich können Frauen in der freien Welt fast alles tun. Sie erhalten in der Regel nur nicht den gleichen Lohn für gleiche Arbeit, oder die Männer wählen sie nur selten in die Chefetagen, aber dabei handelt es sich stets um demokratische, freie Entscheidungen.

Um dieser Art Benachteiligung vorzubeugen, gibt es in einigen Ländern und Bereichen die Quote. Nicht so in Österreich. Hier wird auf Freiwilligkeit gepocht und schöne Worte. Klar, hierzulande lud man auch ein interreligiöses Toleranzzentrum just von jenem Staat Saudi Arabien ein, der bekannt ist für seine inhumane Frauenverachtung, seine tiefe Intoleranz, seine mittelalterliche Aristokratenmentalität. Österreich, wo Böcke Gärtner sind, und Frauen schon zufrieden, wenn sie nach den Gender-Richtlinien auf die korrekte Formulierung von Ausschreibungen oder Inseraten pochen dürfen, praktiziert keine Gleichstellung, in Österreich gibt es ungleichen Frauenlohn für gleiche oder bessere Leistung. Und natürlich noch andere Benachteiligungen.

So reden die Frauen und die Männer, so reden wir also, als ob es sinnvoll etwas zu reden gäbe, wo doch klar ist, dass der Betrug und die Täuschung weitergeführt werden, eben weil nur geredet wird. Die Frauen haben es nicht geschafft, zu einer politischen Macht zu werden. Sie konnten ihren Einfluss in den politischen Organisationen nie so stark gestalten, um z. B. in einer Weise streiken, dass „alles stillesteht“, weil ihrer starker Arm es will. Ihre männlichen Kollegen haben das verhindert. Überhaupt haben die Frauen trainiert, ihr Versagen in der Stärke der Männer, des Apparats, der Gesellschaft zu sehen, nur nie bei sich, bei ihrer Schwäche, ihrer Desorganisation, ihrer falschen Toleranz.

Da sonnen sich alternde Kolumnistinnen als ehemalige Feministinnen und wiederholen sich nur, wie ihre männlichen Counterparts. Aber sie scheinen sich wohlzufühlen. Da stellen sich Paradefrauen aus und lassen sich beklatschen. Aber im Wesentlichen bleibt alles beim Alten. Es ist skandalös. Es wird aber noch schlimmer werden, weil der unheilvolle Einfluss der Moslems, vor allem der Muselmaninen, also moslemischen Frauen, im Verbund mit den Islamisten (als ob die eine eigene Kultur und Religion hätten!) zu einem enormen Rückschritt führt, zu einem Triumph der Reaktion und der Ultrakonservativen. Die Machos dürfen sich freuen über die moslemische Unterstützung der Pascha-Position, die auch die jungen Türken, die eigene Art von Jungtürken, lauthals und effektiv vertreten und kultivieren.

Viele Frauen haben es nie gelernt, sich dagegen aufzulehnen. Das Führerdenken wird durch die Moslems wieder reaktiviert. Durch eine dumme Pseudotoleranz gilt undemokratisches, faschistoides bis faschistisches Denken und Handeln als hinnehmbar, weil ja Ausdruck einer Religion. Da für die Sache der Frauen einzutreten, wird immer schwieriger, für Frauen wie für Männer. Aber ein Gutteil der Gutmenschen sind Frauen, und die haben besonders freundlich und lieb die Religiösen geschützt. Es gibt auch eine falsche Toleranz, eine gegen jene, die zentrale Werte der Gesellschaft nicht teilen. Wird sie dennoch gewährt und geübt, schwächt man seine eigene Position. Das ist vor allem den Frauen hervorragend gelungen.

Mit der Liberalität und Offenheit der Männer ist es auch bei uns nicht weit her. Im Großen und Ganzen. Im Detail gibt es immer Ausnahmen, auf die verwiesen werden kann. Ich würde mir gern die Situation vorstellen, wie die Mehrheit der Männer reagierte, wenn sie fürs Ficken zahlen müssten, wenn sie sich nur bedienen wollen, oder wenn sie, da unfähig für Hausarbeit und Kochen, entsprechendes Personal anstellen müssen oder ins Fast Food Restaurant rennen, weil keinm Frauchen kocht und putzt und servil serviert. Kurz, wenn sie für alles, was Frauen so als Beziehungsleistungsmehrarbeit erbringen, gesondert und speziell zahlen müssten. Wie würde das ablaufen?

Gäbe es noch mehr Prügeleien, Foltern, Morde? Noch mehr männlichen Terror? Höhere Anzahl von burn outs, weil die overstressed Machos in ihrem Ehrgefühl zutiefst verletzt nun verunsichert herumirren und sich dauerrächen? Oder mehr Depressionen, vertieft durch einen Hass, dass es mehr Psychologinnen gibt als Psychologen, die einem auch nicht wirklich helfen? Und, schlussendlich, was wäre, wenn die Frauen endlich das Bild des Männergottes den Männern überließen, die Kirchen verließen? Wenn die steifen Männer in Frauengewändern sich nur mehr unter sich tummeln könnten? Gut, dagegen helfen ja die islamischen Kulturwächter, Sultane und Kalifen und Imane, und die echten männlichen Moslems, die schon dafür sorgen, dass Mann Mann bleibt.

Aber nehmen wir mal an, die Frauen würden sich ihrer bewusst werden und agierten plötzlich massenhaft ungewohnt? Keine „Schwester“ im Krankenhaus, keine Mammi daheim, keine Geliebte in der Zweitwohnung, kein Schatzi im Büro. Und wenn doch, dann nur für teures Geld.

Dass es dazu nicht kommen wird, dankt die Gesellschaft einem Großteil der Frauen selbst. Die Frauen machen mit, sie sind geübte Mitmacherinnen.