18. Dezember 2013 - 2:39 / Ausstellung / Ethno 
22. August 2013 31. Dezember 2013

Die Ausstellung "Frühe Hochkulturen – von Mesopotamien bis Südamerika" vereint mehr als 550 erlesene Fundstücke aus verschiedenen Regionen der Alten und Neuen Welt. Zusammengetragen wurde die spektakuläre, insgesamt gut 6"000 Artefakte umfassende Antikenkollektion vom leidenschaftlichen Sammler und Kenner antiker Kulturen Marcel Ebnöther (1920-2008).

Die neu eingerichtete Dauerausstellung besticht mit einer aussergewöhnlichen Dichte an Höhepunkten des antiken Kunsthandwerks. Zeugen vorgeschichtlicher und klassischer Kulturen von Mesopotamien über Syrien und Iran bis Griechenland und Italien werden prominenten altamerikanischen Vertretern aus Mexiko, Peru und Ekuador gegenübergestellt.

Die international beachtete Sammlung Ebnöther ist in ihrer Art einzigartig. Durch die vergleichende Gegenüberstellung der beiden Kulturkreise Alte Welt und Neue Welt versuchen Sammlung wie Ausstellung Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufzuzeigen. Marcel Ebnöther erhoffte sich durch das vergleichende Studium, die Menschen und ihre Verhaltensweisen besser zu verstehen. Die thematische Ordnung resultiert aus den individuellen Interessen des Sammlers und umfasst neun Themenkreise: Kriegswesen, das Verhältnis von Tier und Mensch, Idole, Grabriten, Schrift, Musik und Tanz, Bildnisse, Masken sowie Schmuck.

So spannt die Neupräsentation etwa einen Bogen von den tönernen Keilschrifttafeln aus Mesopotamien über die Glyphen der Maya Altmexikos bis hin zu den Knotenschnüren aus dem Inkareich in Südamerika. Ein Höhepunkt der Ausstellung bildet der Silberfund aus dem Grab des jung verstorbenen urartäischen Prinzen Inušpua aus der heutigen Türkei. Die sieben königlichen Zeremonialgefässe aus Silber, die in das späte 9. vorchristliche Jahrhundert datieren, werden erstmals überhaupt gemeinsam gezeigt.

Ein weiteres Highlight bildet die Musikabteilung, welche zu den umfangreichsten ihrer Art gehört. Darunter befindet sich auch die wahrscheinlich grösste antike Panflöte, die bis heute bekannt ist. Nirgendwo in Europa finden sich zudem mehr Goldpreziosen aus dem Alten Peru wie der peruanische Stararchäologe Walter Alva bestätigt.

Frühe Hochkulturen - von Mesopotamien bis Südamerika
Neupräsentation der Sammlung Ebnöther
Ab 22. August 2013

Museum zu Allerheiligen
Klosterstrasse 16
CH - 8200 Schaffhausen

T: 0041 (0)52 633 07 77
F: 0041 (0)52 633 07 88
E: admin.allerheiligen@stsh.ch
W: http://www.allerheiligen.ch/

weitere Beiträge zu dieser Adresse



  •  22. August 2013 31. Dezember 2013 /
24669-2466901.jpg
Porträtgefäss; Peru, nördliche Küstenregion. Mittel- oder Spät-Moche, 5. - 7. Jh. n.Chr.; Ton. Museum zu Allerheiligen Schaffhausen, Sammlung Ebnöther
24669-2466902.jpg
Gefäss mit Musikszene, Peru, nördliches Hochland. Recuay, 3. - 8. Jh.; Ton. Museum zu Allerheiligen Schaffhausen, Sammlung Ebnöther
24669-2466903.jpg
Knauf eines goldenen Dolches. Mesopotamien, frühdynastisch, 26. - 24. Jh. v.Chr.; Gold, Steine. Museum zu Allerheiligen Schaffhausen, Sammlung Ebnöther
24669-2466904.jpg
Stirnziegel (Antefix). Italien, vermutlich Cerveteri, etruskisch, spätes 6. Jh. v.Chr.; Ton. Museum zu Allerheiligen Schaffhausen, Sammlung Ebnöther
24669-2466905.jpg
Totenmaske mit Ohrpflöcken. Peru, nördliche Küstenregion. Früh- oder Mittel-Moche, 2. - 6. Jh. n. Chr.; Silber mit Gold-, Türkis-, Pyrit- und Muscheleinlagen. Museum zu Allerheiligen Schaffhausen, Sammlung Ebnöther