Die Fotohof Galerie in Salzburg gab in einer Presseaussendung bekannt, dass Heinz Cibulka (1943–2026) verstorben ist.
Wie Magdalena Frey, die Ehefrau von Heinz Cibulka, mitteilt, ist dieser am 14. August 2026 im Beisein seiner Familie in seinem Haus in Ladendorf verstorben. Der 1943 in Wien geborene Fotokünstler hatte sich aufgrund seiner Erkrankung in den letzten Jahren weitgehend aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen.
Er wurde an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien zum Grafiker ausgebildet und kam dort mit dem Wiener Aktionismus in Berührung. Er stellte sich für zahlreiche Aktionen als Modell zur Verfügung und entwickelte aus dieser intensiven Auseinandersetzung mit der menschlichen Natur und deren Einbettung in das soziale Gefüge eine eigenständige fotografische Sprache. Mit seiner „Absage an das Einzelbild“ (so der Titel einer Ausstellung im Folkwang Museum im Jahr 1980) und der Zusammenstellung von vier Einzelbildern zu einer Bildkomposition – den „Bildgedichten“ – revolutionierte er in den 1970er-Jahren die Fotoszene. Sein Lebenswerk umfasst auch Performances, Materialbilder mit Naturmaterialien und literarische Texte. Sein breit gefächertes künstlerisches Schaffen seit 1972 wurde in zahlreichen Publikationen und fotokünstlerischen Ausstellungen dokumentiert. Er erhielt unter anderem den „Rupertinum Fotopreis“ in Salzburg, den „Niederösterreichischen Landespreis für Fotografie“, den „Österreichischen Würdigungspreis für Fotografie“ und den „Serbetia ter“-Preis in Neapel.