3. Januar 2020 - 4:33 / Ausstellung / Malerei 
26. Januar 2020 17. Mai 2020

In ihrer Frühjahrsausstellung 2020 zeigt die Fondation Beyeler Werke von Edward Hopper (1882–1967), einem der bedeutendsten amerikanischen Maler des 20. Jahrhunderts. Hopper wurde in Nyack, New York, geboren. Nach einer Ausbildung zum Illustrator studierte er bis 1906 Malerei an der New York School of Art. Neben der intensiven Beschäftigung mit deutscher, französischer und russischer Literatur boten besonders Maler wie Diego Velázquez, Francisco de Goya, Gustave Courbet und Édouard Manet dem jungen Künstler wichtige Orientierungspunkte.

Obwohl Hopper lange Zeit hauptsächlich als Illustrator arbeitete, ist er heute vor allem für seine Ölgemälde bekannt, die von seinem grossen Interesse an der Farbwirkung und seiner Virtuosität in der Darstellung von Licht und Schatten zeugen. Hoppers Gemälde sind Ausdruck seines einzigartigen Blicks auf das moderne Leben: Tankstellen, Häuser, Bars, Leuchttürme und Schiffe, aber auch Innenansichten von Wohnungen, Hotels und Kinos. Die wenigen Personen, die auf seinen Werken zu sehen sind, scheinen oftmals aus den Bildern herauszublicken, als ob das, was auf den Gemälden "passiert", für den Betrachter gar nicht sichtbar sei. Unsichtbare Geschehnisse scheinen sich ausserhalb des Bildes zu ereignen.

Den Schwerpunkt der Ausstellung in der Fondation Beyeler bilden Hoppers ikonische Darstellungen der unendlichen Weite amerikanischer Landschaft und Stadtlandschaft. Es handelt sich dabei um ein Thema, das bisher kaum in den Fokus von Ausstellungen zu Edward Hopper gerückt wurde, aber von zentraler Bedeutung für das Verständnis und die Rezeption seines Werks ist. Hoppers künstlerische Formensprache entwickelte sich unabhängig von populären zeitgenössischen Tendenzen. Seine charakteristische Darstellungsweise war nicht nur für bedeutende Maler der Gegenwart wie Peter Doig von grossem Einfluss; sie stand auch in einem geradezu symbiotischen Verhältnis zum Medium Film, vor allem boten Hoppers Gemälde Inspiration für Meilensteine des Films wie Alfred Hitchcocks "Der unsichtbare Dritte" (1959), Wim Wenders’ "Paris, Texas" (1984) oder Kevin Costners "Der mit dem Wolf tanzt" (1990).

Wim Wenders bereitet anlässlich der Museumspräsentation ein Filmprojekt zu Edward Hoppers Landschaftsbildern vor. Die Ausstellung der Fondation Beyeler umfasst Aquarelle und Ölgemälde der 1910er- bis 1960er-Jahre und gewährt damit einen umfänglichen und spannenden Einblick in den Facettenreichtum der Hopper’schen Malerei.

Edward Hopper
26. Januar bis 17. Mai 2020

Fondation Beyeler
Baselstrasse 101
CH - 4125 Riehen / Basel

T: 0041 (0)61 64597-00
F: 0041 (0)61 64597-19
E: fondation@beyeler.com
W: http://www.beyeler.com/

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  •  26. Januar 2020 17. Mai 2020 /
Edward Hopper, Cape Ann Granite, 1928. Öl auf Leinwand, 73.5 x 102.3 cm; Privatsammlung. © Heirs of Josephine Hopper / 2019, ProLitteris, Zürich
Edward Hopper, Cape Ann Granite, 1928. Öl auf Leinwand, 73.5 x 102.3 cm; Privatsammlung. © Heirs of Josephine Hopper / 2019, ProLitteris, Zürich
Edward Hopper, Railroad Sunset, 1929. Öl auf Leinwand, 74.5 x 122.2 cm; Whitney Museum of American Art, New York; Josephine N. Hopper Bequest, Inv. N.: 70.1170. © Heirs of Josephine Hopper / 2019, ProLitteris, Zürich; Foto: © 2019. Digital image Whitney Museum of American Art / Licensed by Scala
Edward Hopper, Railroad Sunset, 1929. Öl auf Leinwand, 74.5 x 122.2 cm; Whitney Museum of American Art, New York; Josephine N. Hopper Bequest, Inv. N.: 70.1170. © Heirs of Josephine Hopper / 2019, ProLitteris, Zürich; Foto: © 2019. Digital image Whitney Museum of American Art / Licensed by Scala
Edward Hopper, Cape Cod Morning, 1950. Öl auf Leinwand, 86.7 x 102.3 cm; Smithsonian American Art Museum, Gift of the Sara Roby Foundation. © Heirs of Josephine Hopper / 2019, ProLitteris, Zürich; Foto: Smithsonian American Art Museum, Gene Young
Edward Hopper, Cape Cod Morning, 1950. Öl auf Leinwand, 86.7 x 102.3 cm; Smithsonian American Art Museum, Gift of the Sara Roby Foundation. © Heirs of Josephine Hopper / 2019, ProLitteris, Zürich; Foto: Smithsonian American Art Museum, Gene Young