15. Juli 2019 - 7:21 / Ausstellung / Geschichte 
20. Juli 2019 3. November 2019

Mit einer Großausstellung feiert das Museum der Moderne Salzburg das fünfzigste Jubiläum der ersten Mondlandung, die wie kaum ein Ereignis zuvor das Verhältnis zwischen den Menschen und ihrer Umwelt veränderte.

Ein fantastischer Streifzug durch die Geschichte der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Mond erwartet Besucher_innen in Fly Me to the Moon. 50 Jahre Mondlandung am Museum der Moderne Salzburg. Im Mittelpunkt der als Parcours konzipierten Ausstellung steht die titelgebende erste Mondlandung vor 50 Jahren. Umrahmt wird diese von Einblicken in die Wissenschafts- und Kunstgeschichte sowie von einer Betrachtung der Folgen und Auswirkungen dieses weltbewegenden Ereignisses. Die rund 280 präsentierten Exponate – von Kupferstichen über Gemälde bis hin zu Fotografie, Videokunst und multimedialen Installationen – zeugen von den unterschiedlichen Bedeutungsebenen, die der Mond in wissenschaftlicher, künstlerischer, philosophischer und utopischer Hinsicht besitzt. Der Schwerpunkt liegt auf Kunstwerken des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Eine Vielzahl der gezeigten Werke stammt aus der hochkarätigen Sammlung unseres Kooperationspartners Kunsthaus Zürich, ergänzt durch weitere Leihgaben sowie Arbeiten aus der Sammlung des Museum der Moderne Salzburg. „Seit Jahrtausenden übt der Mond eine enorme Faszination auf die Menschen aus, und mit dieser Ausstellung nehmen wir das Jubiläum der Mondlandung zum Anlass, um den Mond und die Reise dorthin als Thema und Herausforderung für die Kunst näher zu betrachten. Der erstmalige Blick von außen auf den Erdball hat ein neues Bewusstsein für die Fragilität unserer Existenz geweckt und der Blaue Planet selbst wurde zum Sinnbild des Lebens und seiner Verletzlichkeit, was sich auch nachhaltig in künstlerischen Auseinandersetzungen niederschlug“, so Thorsten Sadowsky, Direktor des Museum der Moderne Salzburg.

Der erste Teil der Ausstellung und somit der Beginn des Rundgangs thematisiert die historische Bedeutung des Mondes, von Galileo Galilei bis hin zur klassischen Moderne. Zu sehen sind in diesem Abschnitt Arbeiten aus jener Zeit, in der das tatsächliche Betreten der Mondoberfläche für die Menschen noch ein fantastischer Traum war. Nichtsdestotrotz gelang es durch technische Errungenschaften, u. a. durch das Teleskop, detaillierte Beobachtungen des Erdtrabanten anzustellen, wovon zahlreiche künstlerische Werke zeugen. Dem epochalen Ereignis am 20. Juli 1969 und den vorausgegangenen politischen und technischen Entwicklungen ist der zweite Teil der Ausstellung gewidmet. Als am 4. Oktober 1957 die Sowjetunion das erste künstliche Objekt – den Satelliten Sputnik – erfolgreich in die Erdumlaufbahn brachte, löste das im Westen den sogenannten „Sputnikschock“ aus und läutete zugleich das space race zwischen den USA und der Sowjetunion ein. Begleitet wurde dies durch eine Vielzahl von Propagandaaktionen beider Systeme, die auch künstlerisch ihren Widerhall fanden und in Fly Me to the Moon betrachtet werden. Mit den Folgen der Mondlandung beschäftigt sich der dritte und letzte Teil der Ausstellung. Dieser nimmt die männlich besetzte Rolle des Weltraumfahrers näher unter die Lupe und stellt unter dem Stichwort der „Afronauten“ die geografische Vielfalt von Mond- und Weltraumprogrammen in den Mittelpunkt.

Zu den wichtigsten Leihgeber_innen der Ausstellung gehören die Ekaterina Cultural Foundation in Moskau, die Berlinische Galerie, die Fondation Beyeler in Riehen/Basel, die Tate London, die UBS Art Collection in Zürich, die Zabludowicz Collection in London, zahlreiche private Sammler_innen sowie das Kunsthaus Zürich.

Fly Me to the Moon. 50 Jahre Mondlandung
20. Juli bis 3. November 2019
Die Ausstellung wird unterstützt von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung und wird von einer Publikation begleitet, die im Snoeck Verlag erschienen ist.
Eine Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich
Konzept: Cathérine Hug, Kunsthaus Zürich
Kurator_innen Museum der Moderne Salzburg: Thorsten Sadowsky mit Christina Penetsdorfer und Tina Teufel

Museum der Moderne Mönchsberg
Mönchsberg 32
A - 5020 Salzburg

T: 0043 (0)662 842220-403
F: 0043 (0)662 842220-700
E: info@museumdermoderne.at
W: http://www.museumdermoderne.at/

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  •  20. Juli 2019 3. November 2019 /
Robert Delauny Formes circulaires. Soleil, lune , 1913 – 1931 (Kreisformen. Sonne, Mond) Öl auf Leinwand Kunsthaus Zürich
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Hans  Baluschek , Illustrationen  Gerdt Bernhard von Bassewitz , Text Verlagsanstalt Hermann Klemm A. -G. ,  Berlin -Grunewald Peterchens  Mondfahrt. Ein Märchen , nach 1928 Deutsche Märchenbücherei Inv. -Nr.:A 82 -031  Bröhan-Museum , Berlin Foto: Bildarchiv Bröhan-Museum, Berlin
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René Magritte Le seize septembre,  1956 Öl auf Leinwand Kunsthaus Zürich, Geschenk Walter  Haefner, 1995 © Bildrecht, Wien, 2019
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Kiki Kogelnik Moon Baby , 1968 Siebdruck auf Papier, Ed. 25/30  Kiki Kogelnik Foundation Copyright Kiki Kogelnik Foundation. All  rights reserved
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Robert Rauschenberg Ape , 19 69  Aus der  Stoned Moon Series 3-Farblithografie auf Special Arjomari  Papier Galerie Ziegler, Zürich  ©    Robert  Rauschenberg  Foundation / VG Bild- Kunst, Bonn / Bildrecht, Wien, 2019,  Foto:  © 1969 Robert Rauschenberg and  Gemini G.E.L.
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Yinka Shonibare CBE Spacewalk , 2002 Baumwollgewebe mit Siebdruck,  Fiberglas, Sperrholz, Vinyl, Kunststoff,  Stahl Stephen Friedman Gallery, London ©  Bildrecht, Wien, 2019
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