verfasst von Haimo L. Handl / 7. Juni 2015 - 4:07 / Wort zum Sonntag
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Die Namen und Kürzel stehen als Zeichen für höchste Korruption, mafiotische Geschäftemacherei, Ignoranz und Kriegspolitik sowie freche Anmaßung bzw. Reformverweigerung in populistischen Träumereien. Die jeweiligen Geisteshaltungen der Organisationen oder Staaten und ihre "Führer" bzw. "Repräsentanten" sind sich im Wesentlichen gleich. Und die Folgschaften, die sie seit Jahrzehnten halten und stützen, ebenso.

Ein "Kamingespräch" in einem Schloss in schönster Landschaft, abgeschirmt von X Tausend Polizisten, Aushebeln des Demonstrationsrechtes, Verletzung von Bürgerrechten, nur damit die "Führer" sich in trauter Runde, deren Organisation ca. 360.000.000,00 Euro verschlingt, zusammensetzen, während viele vergeblich und bessere Arbeitsbedingungen und Löhne kämpfen und HARTZ-4-Empfänger wie Unrat ihr Leben fristen müssen.

Verlogene Slogans von Frieden und Fortschritt von Politikern, die wegen der hohen Gefahr um ihr Leben gesichert verbracht werden wie Schwerverbrecher in einen Hochsicherheitstrakt, die sich nicht mehr frei in die Nähe der Bürgerinnen und Bürger begeben, die entfernt, abgehoben, frech schalten und walten in ihren Geschäften der Profitmaximierung und Ausbeutung.

Die Sprüche, die der widerliche Schweizer, der Blatter Sepp, losließ, als man ihm hofierte, sind der Gipfel an skandalösem Newspeak. So etwas hat es seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr gegeben. Die Umkehrung der Werte, die Pervertierung des Verhältnisses von Sprache und Handlung war noch nie so klar geäußert und akklamiert worden. Seit 17 Jahren regierte dieser Popanz, diese lebendige Beleidigung, dank seiner Helfershelfer, seiner Lakaien und, nicht zu vergessen, seiner Sponsoren. Geld stinkt nicht, wie es auch in der Weimarer Zeit nicht gestunken hat für die Förderer der Nazis. Geld stinkt nicht, wenn es um Betrug, Bestechung und Korruption geht. Das war nicht nur Blatter, der zwar der Chef war, sondern das waren und sind die Kollaborateure, die Gewinnler, die Firmen mit den weißen Westen, die als Sponsoren den Superapparat mitfinanzierten.

Das System der FIFA kann als Modell der modernen, politischen Unternehmensführung im entfesselten Kapitalismus gesehen werden. Vielleicht lernen die griechischen Politiker daraus? Sie wollen part tout keine Reformen, keine taugliche Steuergesetzgebung, keine Besteuerung der Reichen. Sie wollen, dass die Europäer für sie zahlen, weil sie Opfer sind. Der griechische Opferkult, die öden Hinhaltungen und Schleimereien, das Aufwärmen alter Ressentiments gegen die Deutschen, die erneuten Forderungen nach Kriegsreparationsleistungen zeigen, dass der Krieg für Länder wie Griechenlande noch nicht vorbei ist, dass die Deutschen drankommen müssen, dass die "Opfer", die "Schuldigen" ewig zur Kasse zwingen werden. Das politische Wertesystem entspricht dem der FIFA-Gangster und passt voll und ganz in unsere weiter entwickelte Brave New World, in der jeder gegen jeden kämpft.

Warum die G7-Staatsvertreter sich zu einem Gespräch versammeln ist auch deshalb nicht ganz einsichtig, weil die permanente Ausspähung und Überwachung, die komplette, totale Datenkontrolle seitens des Großen Bruders, mit Assistenz Großbritanniens, bestens funktioniert. Der Bundesnachrichtendienst Deutschland erfüllt die Vasallenrolle ebenfalls gekonnt und kooperiert. Ein kleiner Wink, und die anderen "Verbündeten" hätten alle Äußerungen am Tisch, ohne dafür eine so extrem teure Veranstaltung bemühen zu müssen, nur damit man direkt am Tisch quatscht.

Wir erleben eine eigentümliche Art von Anschauungsunterricht, den die "staatstragenden" Medien verzweifelt umzudeuten versuchen mit Ablenkungen üblicher Art, die leider immer noch greifen.