23. März 2017 - 4:05 / Aktuell 

Im Juli 1914 sticht in Neapel ein Schiff in See. Ein Ozeandampfer mit einer abgehobenen Gesellschaft aus Opernsängern, Dirigenten und Musikliebhabern macht sich auf, der größten Operndiva ihrer Zeit die letzte Ehre bei einem Seebegräbnis zu erweisen. Die Gespräche kreisen um das Leben der Diva, ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten und allerhand Annehmlichkeiten der Passagiere. Nach einigen Tagen auf See erreichen die ersten Auswirkungen des Ersten Weltkriegs die mondäne Künstleridylle. Serbische Flüchtlinge in Seenot werden von der Besatzung auf den Dampfer gelassen und sorgen für Aufruhr an Deck. Als ein Kriegsschiff die Herausgabe der Flüchtigen fordert, spitzt sich die Lage bedrohlich zu.

Federico Fellinis Meisterwerk "E la nave va" (wörtlich "Und das Schiff zieht dahin") spielt zu Beginn des ersten Weltkriegs 1914. Als Bühnenadaption von Bernd Liepold-Mosser mit komisch-skurrilen Charakteren und einem Streichquartett an Deck legt es nun am Vorarlberger Landestheater an. Vor knapp 34 Jahren gedreht und heute wieder auf vielen deutschsprachigen Bühnen zu sehen, thematisiert Fellinis "Schiff der Träume" die brandaktuelle Frage nach dem Umgang der europäischen Luxusgesellschaft mit politischen und sozialen Veränderungen. Wie weltoffen ist unser aufgeklärtes Denken wirklich? Was tun, wenn auf der Sonnenseite Wolken aufziehen?

Bernd Liepold-Mosser inszeniert zusammen mit seiner Bühnenbildnerin Karla Fehlenberg bereits das vierte Mal am Vorarlberger Landestheater. Für die Musik zeichnet sich mit Boris Fiala auch ein bekannter Name am Vorarlberger Landestheater verantwortlich. Eine Mischung aus Neukompositionen und, dem Film entsprechend, bekannten klassischen Werken wird die Inszenierung mit einem hochkarätigen Schauspielerensemble musikalisch unterstützen.

Premiere: 1. April 2017, 19.30 Uhr

Weitere Vorstellungen:
07/04, 13/04, 18/04, 22/04,
10/05, 14/05, jeweils 19.30 Uhr

Vorarlberger Landestheater
Seestraße 2
A - 6900 Bregenz

T: 0043 (0)5574 42 8 70
F: 0043 (0)5574 48 3 66
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W: http://www.landestheater.org/

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