30. Mai 2017 - 4:18 / Ausstellung / Fotografie 
1. Juni 2017 27. August 2017

1977 erschien die erste Ausgabe der Stadtzeitung "Falter". Mehr Flugblatt als Zeitschrift, auf billigem Papier, zwölf Seiten gefaltet, comicartige Textcollagen und eine betont lässige Typografie. "Stadtzeitungen" dieser Zeit wie der "Falter" waren Teil der Alternativbewegungen bzw. der Neuen Linken, somit hochpolitische Projekte. Der "Falter" verstand sich als "antibürgerliches Programmheft". Es ging um Gegenpole zur Hochkultur, um "Cafés nach Zwölf", "Lokale mit Programm", um Initiativen, Buchhandlungen, Theater, Kinos, um eine alternative kulturelle Topografie der Stadt.

Das Fotoarchiv des "Falter" spiegelt 40 Jahre alternative Stadtgeschichte aus der Perspektive von über zwanzig Fotografinnen und Fotografen. Im Fokus sind Themen wie Architektur, öffentlicher Raum, Wohnen, Ökologie, Protestbewegungen und Demonstrationen, Antirassismus, Medienkritik, die Aufdeckung von Skandalen und immer öfter auch Lifestyle. Eine Auswahl der Fotobestände des "Falter"-Archivs gelangt zum Jubiläum in die Sammlung des Wien Museums.
Es lebe der Widerspruch! Fotos aus dem Falter-Archiv 1. Juni bis 27. August 2017

Wien Museum
Felderstraße 6-8
A - 1010 Wien

T: 0043 (0)1 4000 8400
E: office@wienmuseum.at
W: http://www.wienmuseum.at/

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Helmut Qualtinger im 'Kaffee Alt Wien', 1986; Foto: Didi Sattmann
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ÖVP-Bundesparteiobmann Wolfgang Schüssel, 1999; Foto: Heribert Corn
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Angelobung von Bundespräsident Kurt Waldheim, 1986; Foto: Robert Newald