Mit viel Prominenz und spannendem Programm wird am Mittwoch 16.7. der 79. Festivalsommer der Bregenzer Festspiele eröffnet. Neben den beiden großen Opernproduktionen Œdipe von George Enescu im Festspielhaus und Der Freischütz von Carl Maria von Weber auf der Seebühne erwarten das Publikum im Sommer 2025 nahezu 80 Veranstaltungen.
Die neue Intendantin Lilli Paasikivi bereitet dem Publikum fünf Sommerwochen hochkarätiges, facettenreiches Kulturerlebnis. Auf dem Spielplan stehen sechs Musiktheaterproduktionen, darunter die Uraufführung „Emily – No Prisoner Be“, das Tanztheater „Borrowed Light“, ein immersives, multidisziplinäres Stück, das Musik, visuelle Kunst und Choreographie verbindet: „Study for Life“. Auch das Burgtheater ist mit einer Uraufführung zu Gast in Bregenz: „bumm tschak oder der letzte henker“, das neueste Werk des vielfach preisgekrönten österreichischen Dramatikers Ferdinand Schmalz. Weiters am Programm das Opernstudio, außergewöhnliche Orchesterkonzerte, Kammermusik und vielfältige Beiträge bei den Jungen Festspielen.
Der Freischütz ist zurück am See. Die Oper auf der Seebühne wird an 27 Abenden gezeigt, rund 192.000 Tickets sind aufgelegt, 80 Prozent davon sind bereits gebucht. Frösteln trotz Sommerhitze sollen das Publikum ob der unheimlichen Atmosphäre des halb im Wasser versunkenen Dorfes, so wünscht es sich Phillipp Stölzl und so kämpft Max in einer kahlen Winterlandschaft, zwischen windschiefen, halb im Wasser versunkenen Häusern, Baumgerippen und Pferdeskeletten um die Hand seiner Geliebten. Ganz nah am Zuschauerraum liegt die schaurig-poetische Welt, die der deutsche Regisseur und Bühnenbildner für Carl Maria von Webers romantische Schauergeschichte rund um die Liebe der Erbförstertochter Agathe zum jungen Amtsschreiber Max geschaffen hat.
Und die Oper im Festspielhaus: George Enescus Œdipe. Er tötet seinen Vater, heiratet seine Mutter. Das unheilvolle Leben des Ödipus, der schuldlos schuldig wird und sich immer tiefer in sein vorherbestimmtes Schicksal verstrickt, bewegt die Menschen seit der Antike. Die monumentale Tragédie lyrique Œdipe des 1881 im heutigen Rumänien geborenen Komponisten George Enescu eröffnet am 16. Juli 2025 als erste Oper im Festspielhaus der neuen Intendantin Lilli Paasikivis die Bregenzer Festspiele.
Für die Bregenzer Produktion zeichnet der international renommierte Regisseur Andreas Kriegenburg verantwortlich, der gemeinsam mit Bühnenbildner Harald B. Thor und Kostümbildnerin Tanja Hofmann jedem der vier unabhängig erzählten Akte ein Element widmet: Feuer, Wasser, Luft und Erde, kombiniert mit archaischen Materialien wie Holz, Ton und einfachem Stoff, aber auch mit blanker Haut. Die musikalische Leitung übernimmt der finnische Dirigent Hannu Lintu.
Bregenzer Festspiele vom 16. Juli bis zum 17. August
16.7. um 09:55 Uhr Eröffnung der Bregenzer Festspiele live in ORF II
16.7. um 19:30 Uhr Premiere Œdipe im Festspielhaus
17.7. um 21:15 Uhr Premiere Der Freischütz im Festspielhaus