Ernst-Lubitsch-Preis für Josef Hader

Der österreichische Kabarettist, Schauspieler und Filmemacher Josef Hader erhält für sein filmisches Provinzporträt "Andrea lässt sich scheiden" den Berliner Ernst-Lubitsch-Preis des Clubs der Filmjournalisten. Der Preis ist nach dem Regisseur Ernst Lubitsch (1892-1947) benannt und würdigt die beste komödiantische Leistung in einem deutschsprachigen Film. Hader stehe in der Tradition des berühmten "Lubitsch Touch", also  jener Mischung aus Leichtigkeit und Tiefgang, die den Preis seit jeher präge, ist einer Mitteilung dazu zu entnehmen. 

Hader zeichnet in "Andrea lässt sich scheiden" aus dem Jahr 2024 zeichnet ein detailgetreues Bild der österreichischen Provinz und ihrer Figuren: Dorfpolizistin Andrea, gespielt von Birgit Minichmayr, will in der Stadt als Kriminalinspektorin neu anfangen. Doch nach einem Geburtstagsfest gerät ihr Leben nach und nach ins Wanken. Hader spielt den schrulligen Lehrer Franz.

Die Tragikomödie feierte im Rahmen der Panorama-Reihe der Berlinale Weltpremiere. Haders Regiedebüt "Wilde Maus“, ein Porträt der österreichischen Mittelschicht, war bereits 2017 im Wettbewerb der Filmfestspiele gelaufen. In "Andrea lässt sich scheiden“ übernahm Hader nicht nur eine der Hauptrollen, sondern schrieb auch das Drehbuch und führte Regie - in diesen drei Funktionen soll er nun ausgezeichnet werden.